Bioenergetik

Die bioenergetische Analyse leitet ihre Herkunft aus der Psychoanalyse Freuds sowie der Reich'schen charakteranalytischen Vegetotherapie ab - ihre Wurzeln liegen also in Europa.

Begründet wurde die Bioenergetik von dem 1910 geborenen Amerikaner Alexander Lowen. In den 30er Jahren stieß er erstmals auf Zusammenhänge zwischen körperlicher Aktivität und seelisch-geistigem Befinden. Er nahm Kontakt auf mit Wilhelm Reich, dem „Vater“ der Körpertherapie und wurde dessen Schüler. 1947 begann Lowen seine Bioenergetik zu entwickeln. 1956 gründete er in New York das Institut für bioenergetische Analyse.

Alexander Lowen und Wilhem Reich versuchten, die Persönlichkeit eines Menschen aufgrund energetischer Prozesse im Körper zu verstehen und emotionale Probleme therapeutisch dadurch zu lösen, dass sie die Psyche durch körperliche Arbeit beeinflussten. Sie erkannten die Kausalkette Energie, Bewegung, Gefühl und Denken als Glieder in wechselseitiger Wirkung und die Möglichkeit einer Balancierung Körper, Seele und Geist in bestimmten Lebenssituationen.
Die Körperübungen sind vergleichsweise leicht erlernbar und von jedem ohne Lehrer anwendbar. Der rein psychologische Teil der Bioenergetik bedarf jedoch der Unterstützung eines erfahrenen Therapeuten.

Ziel der Bioenergetik

Bioenergetik will von eventuell vorhandenen physischen oder psychischen Fesseln befreien. Auch in der Bioenergetik geht man davon aus, dass jede jemals gemachte Erfahrung im Körper gespeichert wird. Der Körper umgibt sich dabei mit einem Panzer ('Charakterpanzer'), der eine gewisse Schutzfunktion ausübt. Um einen solchen Panzer zu (er-)halten, braucht man Energie, die einem anderswo wieder fehlt. Dieser Panzer (=gespeicherte Erfahrungen) hindert den Menschen in seiner Entfaltung. Es entstehen Blockaden. Durch Bioenergetik soll der natürliche Fluss der Bioenergie (= Ki, chi) wieder angeregt werden und so die Blockaden gelöst werden.

Wie arbeitet Bioenergetik?

Zum einen durch psychotherapeutische Behandlung. Der andere Teil der Bioenergetik wird durch Körperübungen abgedeckt. Das Gute daran - die Übungen sind alle sehr einfach und von jedem erlernbar und ausführbar. Es handelt sich dabei um Übungen wie Schulterkreisen, Fersensitz, Dehnungen des Nackens und der Hände, Stimmübungen oder Kauerstellung. Ein Teil der Übungen besteht aus mimischen Ausdrücken wie: 'die Welt umarmen', 'Toben', 'Boxen', 'grimmig schauen' und Ähnlichem.
Die Übungen sollen in störungsfreier Umgebung bei angenehm temperierten und gut belüfteten Räumlichkeiten ausgeführt werden. Optimalerweise übt man immer zur gleichen Zeit, aber mindestens zwei Stunden nach Mahlzeiten.

Wo hilft Bioenergetik?

Erfolgreich angewendet wird Bioenergetik z. B. bei: Asthma, Migräne, Magen- und Darmbeschwerden, Verdauungsproblemen, sexuellen Störungen (sofern seelischer Ursache), neurotischen Störungen und Körperfehlhaltungen aller Art.

Quellen:

Bitte beachten Sie auch den Hinweis zu Gesundheitsthemen !

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