Ozontherapie

Ozon ist eine Form des chemischen Elements Sauerstoff. Es ist ein stark reizendes Gas und hat eine keimtötende Wirkung. Im Sommer entsteht es bei intensiver Sonneneinstrahlung in Kombination mit Luftverschmutzung. Die dreiatomigen Moleküle von Ozon haben eine sehr hohe Oxidationswirkung, weswegen man Ozon auch als Aktivsauerstoff bezeichnet. Es ist außerdem natürlicher Bestandteil unserer Atmosphäre. Die Ozonschicht oberhalb unserer Atmosphäre ist allgemein bekannt. Sie dient uns als Schutzschild gegen die schädlichen UV-Strahlen der Sonne. Als Gas eingeatmet, ist Ozon ein giftiges Gas, das unter Umständen sogar tödlich sein kann. Nur zu präsent sind und die Ozonwarnungen, die in jedem Sommer bei uns ausgesprochen werden. Dass Ozon aber auch heilende Wirkung haben kann, wenn es richtig angewendet wird, wissen viele vielleicht nicht.

Auf Bakterien, Viren und Pilze hat Ozon eine abtötende Wirkung. Deshalb wird es nicht nur im Heilbereich sondern auch bei der Trinkwasseraufbereitung, bei der Desinfektion von Schwimmbädern oder bei der Versorgung von Wunden verwendet.

Dem Ozon werden aber auch durchblutungsfördernde Eigenschaften zugeschrieben. Danach erhöht es den Sauerstofftransport und beeinflusst die Zellen positiv, fördert den Sauerstoff-Stoffwechsel und bietet sich als Therapiezusatz bei der Krebsbehandlung an. Da auch auf diesem Gebiet ständig weiterentwickelt wird, zeigt die Ozonbehandlung inzwischen bei zahlreichen weiteren Krankheiten ihre positiven Wirkungen.

Die Therapie: Anwendung und Wirkung

Die Ozon-Therapie ist ungefähr 80 Jahre alt und wird von Therapeuten seit dieser Zeit weltweit mit großem Erfolg durchgeführt. Millionen von Behandlungen wurden in den verschiedensten Formen durchgeführt – sei es als: Injektionen intramuskulär, subcutan (unter die Haut ), intravenös und intraarteriell, gemischt mit Blut als kleine Eigenblutbehandlung. Bei speziellen Fällen als Injektionen z.B. in Schmerzpunkte, in Gelenke, um Gelenke und unter Geschwüre (offene Beine), in und um Krampfadern, in Besenreiser, in Cellulitisgebiete.

Die Wirkung von Ozon im menschlichen Körper:

  • Es reagiert im Blut in verschiedenen chemischen Verbindungen - ungesättigten Fettsäuren gefäßerweiternd, viruzid, fungizid, bakterizid => Bekämpfung banaler Infekte und anderer Infektionskrankheiten
  • Es hilft der Leber wesentlich bei der Entgiftung.
  • Es baut verstärkt Fette (Cholesterin und Triglyzeride) ab. Diese Fette sind bekanntlich ein wichtiger Schädigungsfaktor für die Blutgefäße (Herzinfarkt, Schlaganfall).
  • Es verbessert den Stoffwechsel der Zellen, den Motor der gesamten Energiegewinnung des Körpers, wesentlich.
  • Es baut den Harnsäurespiegel, den Gichterzeuger und Schädigungsfaktor für die Gefäße ab und senkt ihn deutlich.
  • Es verbessert den Blutfluss, baut Durchblutungsstörungen ab und verhindert neue Störungen.
  • Es reduziert die Verklumpung der roten Blutkörperchen deutlich und verbessert damit den Sauerstofftransport und den Blutdurchfluss.
  • Es vermehrt das Angebot von Sauerstoff für das Gewebe und führt damit zu einer erhöhten Aufnahme.
  • Es tötet viele Arten von Bakterien, Viren und Pilzen ab und verhindert deren Neubildung.
  • Es ist entzündungshemmend
  • gute Eigenschaften bei entzündlichen Veränderungen am Skelett, Erkrankungen des rheumatoiden Formenkreises
  • Verbesserung der Zellatmung bei fortgeschrittener Arteriosklerose
  • Tiefgreifende Wirkung - Eigenblutbehandlung - O3 , Stoffwechsel und der Zellkern werden unterstützt, Unterstützung in der Krebstherapie

Einen Meilenstein in der Ozontherapie setzt die seit einigen Jahren bestehende Möglichkeit der "Hyperbaren Ozontherapie". Hierbei besteht bei genauer Dosierungsmöglichkeit eine so intensive Ozonbehandlung, wie sie bisher nicht möglich war. Bei dieser Therapie wird das Ozon dem Hämoglobin (roter Blutfarbstoff = Sauerstofftransportsystem) und dem Blutplasma (Sauerstofftransportsystem durch physikalische Lösung) mit Überdruck in einer Infusionsflasche zugeführt. Ozon und Sauerstoff werden durch dieses Prinzip in wesentlich größeren Mengen aufgenommen und gelangen folglich beim Zurückfließen in das Gefäßsystem dadurch auch in größeren Mengen an den Ort der Schädigung im menschlichen Körper.

Mögliche Anwendungsgebiete für die Ozontherapie:

  • Arthrosen aller Gelenke
  • Arterienverkalkung der Herzkranzgefäße (Herzschmerzen bei Belastung und Ruhe)
  • Sämtliche Leberschädigungen durch Alkohol oder Viren
  • Durchblutungsstörungen der Arme, Beine (offene Beine) und des Gehirns
  • Nachbehandlung bei Schlaganfall (auch bei Lähmungen)
  • Rheumatische Erkrankungen, z.B. Muskel- oder Gelenkrheumatismus, Hexenschuss, Ischiasbeschwerden
  • Zu hoher Harnsäurespiegel (Gicht)
  • Verzögerte körperlich Erholung nach schweren Erkrankungen
  • Bei Krebs als Zusatztherapie (Therapieerfolg nachgewiesen)
  • Hauterkrankungen verschiedenster Art (Akne, Ekzeme)
  • Alle Augenerkrankungen, die durch Durchblutungsstörungen entstanden
  • Migräne
  • Viele Arten von Schwindelanfällen
  • Allgemeine Abgeschlagenheit

Kritik

Die Stiftung Warentest sieht das Risiko von Zwischenfällen bei mindestens 1:2.000. Bei Injektionen ist das Risiko am höchsten: Im Einstichbereich treten Schmerzen auf, es kann sich ein Spritzenabszess bilden, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Husten, Darmkrämpfe und Herzrhythmusstörungen können eintreten. Durch die Ozontherapie sind viele Schäden dokumentiert: Ekzeme, Herzmuskelveränderungen, Kreislaufkollaps, Bewusstlosigkeit, Schädigung des Zentralnervensystems, bleibende Lähmungen, Erblindung, allergischer Schock und Embolien. Mehrere Todesfälle haben bereits die Gerichte beschäftigt. Mit Ozontherapie ist in unzähligen Fällen Hepatitis übertragen worden; Einmalmaterial muss eingesetzt werden.

Sowohl Dosierung als auch Anwendung der Methoden sind willkürlich: Die angegebenen Dosierungen bei Injektionen variieren bei den einzelnen Anwendern um das 28-fache. Eine spezifische durchblutungsfördernde Wirkung von Ozon ist nicht nachgewiesen - im Gegenteil: Ozon hemmt die Sauerstoffabgabe an das Gewebe. Man sollte sich der Ozonbehandlung nur dort unterziehen, wo es lebensrettende Einrichtungen gibt.

Quellen:

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