JOURNAL
LEXEVITA

Abnehmen, Diäten

Unsere Empfehlungen zum Abnehmen

Viele Diätprogramme und -produkte versprechen mit reißerischen Slogans rasche Erfolge. Und wer nach kürzerster Zeit wieder in ein geliebtes Kleidungsstück passen will, glaubt diesen Versprechungen nur zu gern. Doch was vielen erst klar wird, wenn sie ihre Diät beenden: solche Erfolge sind von kurzer Dauer. Meist hat der Körper nur das Wertvollste verloren, nämlich Wasser, und der schädliche Jojo-Effekt setzt ein, wenn der Körper nach der Diät wieder das Ausgangsgewicht oder gar ein höheres erreicht, wenn wir nämlich wieder "normal" essen.

Und hier genau liegt der Fehler! Die schmerzliche aber unausweichliche Erkenntnis lautet: Sie haben nie "normal" gegessen, sonst hätten Sie kein Übergewicht. Es gibt kein Zurück. Wenn Sie Ihr Gewicht wirklich dauerhaft reduzieren und dem Jojo-Effekt entgehen wollen, müssen Sie Ihr Essverhalten von jetzt an auch dauerhaft ändern. Dazu gehören die grundsätzlich Umstellung Ihres Speiseplans, einen besonders eingeschränkte Energiezufuhr während der Abnahmephase, mehr Bewegung für einen höheren Kalorienverbrauch und, bei Erreichen Ihres gesunden Wunschgewichts, das Halten des Gewichts durch ständige Kontrolle. Sie machen keine Diät, hören dann damit auf und bleiben schlank. Sie achten von jetzt ab immerfort auf Ihre Ernährung!

Die wichtigsten Empfehlungen für Abnahme und Gewichtskontrolle:

Die Grundvoraussetzungen:

  • die Veränderung der Zusammenstellung Ihrer täglichen Kost
  • eine weitere Reduzierung der täglichen Energiezufuhr während der Abnahmephase
  • die Erhöhung Ihre täglichen Energieverbrauchs
  • die dauerhafte Veränderung Ihres Essverhaltens

Betrachtet man nun die Kriterien für die Umstellung der Ernährung, stehen auch hier bestimmte Punkte im Vordergrund, von denen Ihnen einige vielleicht schon bekannt sind. Wir haben Sie Ihnen hier noch einmal  aufgelistet:

  • Sie sollten mindestens 1200 Kilokalorien am Tag zu sich nehmen. Wer weniger ist, schadet seinem Organismus. Zu schnelles Abnehmen ist nicht nur ungesund sondern auch nicht auf Dauer wirksam.
  • Ihre Fettaufnahme sollte unter 30 Energieprozent bleiben, die Fettzusammensetzung sollte keine erhöhten Anteile an gesättigten, n-3- und n-6-Fettsäuren beinhalten.
  • Der aufgenommene Kohlenhydratanteil sollte mindestens bei 50, die Eiweißmenge zwischen 10 und 20 Energieprozent liegen.
  • Für Ihre Verdauung sollten Sie unbedingt ausreichend Ballaststoffe zu sich nehmen.
  • Die Menge an Cholesterin sollte 300 Milligramm nicht übersteigen.
  • Sie sollten darauf achten, dass weder eine Nährstoffunterversorgung noch eine Nährstoffüberversorgung auftritt. Während an der unteren Grenze Toleranzen möglich sind, erweist sich eine Überversorgung grundsätzlich als schädlich.
  • Nahrungsergänzungsmittel sollten nicht als fixe Diätbestandteile sein.
  • Ihren Alkoholkonsum sollten Sie in engen Grenzen halten; grundsätzlich gilt es, Genussmittel stark einzuschränken.
  • Sie sollten mindestens drei Mahlzeiten am Tag zu sich nehmen, besser wären allerdings fünf.
  • Es sollte keine grundsätzlich verbotenen Lebensmittel geben. Es kommt immer auf die Menge an. Auch sollte die Auswahl  nicht zu einseitig sein.
  • Sie sollten grundsätzlich auf Fleisch verzichten können, ohne sich den Fleischkonsum gänzlich zu untersagen. Milch und Eier sollten zu ihrer Nahrung gehören.
  • Für die Zubereitung Ihrer Nahrung sollten Sie am Tag insgesamt nicht mehr als 60 Minuten aufwenden. Wenn Sie einmal zu wenig Zeit für eine ruhige Mahlzeit haben, sollten Sie sich Mahlzeiten zubereiten, die sich auch einfach außer Haus konsumieren lassen. Sie sollten außerdem so kochen, dass sie für Ihre Familie nicht extra kochen müssen.
  • Ihre Gewichtsabnahme sollte maximal 0,5 bis 1 Kilo pro Woche betragen.
  • Das Lebensmittelangebot sollte (in gering modifizierter Form) zur Dauerernährung geeignet sein.

An dieser Stelle wollen wir einige bekannte Diäten uns anschauen. Nach einer kurzen Beschreibung der Diät wird eine Bewertung abgegeben.
Zunächst die Übersicht:

Eiweißdiäten

Fettreiche Diäten

Kohlenhydratreiche Diäten

Sonstige Diäten

Hollywood-Diät

neue Atkins-Diät

Dr. Haas-Erfolgsdiät

Trennkost

LOGI-Methode

 

Das Pritikin-Programm,
und später The Pritikin Principle

Montignac-Methode

Scarsdale-Diät

 

Dr. M. O. Brukers Ernährungskonzept

Die Schlafanzug-Diät

Die Humplik-Kur

 

Original Reis-Diät, Kartoffel- bzw.
Kartoffel-Ei-Diät

 

Sears-Diät

 

Ananas-, Gemüse-, Trauben-,
Obst- und Apfel-Tage

 

Max-Planck-Diät

 

7-Tage-Körner-Kur

 

 

 

Schnitzer-Intensivkost, Schnitzer-Normalkost

 

 

 

Rohkost pur

 

 

 

 

 



Eiweißdiäten

Bei einer eiweißreichen Diät nehmen Sie den wesentlichen Anteil Ihrer Energie in Form von Protein auf. Dass das direkt schädlich ist, ist bislang nicht nachgewiesen. Doch Veränderungen, die dadurch im Stoffwechsel stattfinden, stimmen zumindest bedenklich:

  • Viel Eiweiß belastet die Nieren, da sie die Endprodukte des erhöhten Eiweißstoffwechsels – Harnstoff, Ammoniak, Harnsäure und Kreatinin – ausscheiden müssen. Für Personen mit Nierenschäden sind solche Diäten daher keinesfalls geeignet.
  • Als Folge der hohen Eiweißzufuhr wird mehr Kalzium ausgeschieden. Das führt möglicherweise zu einem Mangel an diesem wichtigen Knochenbaustoff. Und es erhöht das Risiko von Nierensteinen.
  • Übergewichtige haben oft einen erhöhten Harnsäurespiegel. Reichlich Eiweiß in der Nahrung kann das verstärken und letztlich zu Gicht führen.
  •  Zu viel Eiweiß auf Kosten der Kohlenhydratmenge führt außerdem zu einer mäßigen Azidose (Absinken des pH-Wertes) und in deren Folge möglicherweise zu einem Abbau von Skelettmuskelmasse. Gleichzeitig nimmt die Löslichkeit der Harnsäure ab. Das bedeutet, dass sie vermehrt auskristallisieren und einen Gichtanfall hervorrufen kann.
  • Und schließlich gibt es Hinweise, dass viel Eiweiß den Blutzucker negativ beeinflusst. Die Empfehlungen für die ungefährliche Höchstmenge an Eiweiß liegen derzeit bei durchschnittlich 120 Gramm am Tag für Frauen und 140 Gramm für Männer. Damit es nicht zu Problemen kommt, müssten Sie gleichzeitig mindestens 100 Gramm Kohlenhydrate pro Tag (das sind ungefähr fünf Scheiben Vollkornbrot) zu sich nehmen – und dann nehmen Sie vermutlich kaum noch ab. All das klingt nicht ermutigend. Falls Sie sich trotzdem für eine solche Diät entscheiden, sollten Sie im Interesse Ihrer Nieren wenigstens die Empfehlung beherzigen, besonders viel zu trinken. Und lassen Sie sich nicht täuschen: Der starke Gewichtsverlust an den ersten Tagen einer eiweißreichen Diät hat rein gar nichts mit Fettabbau zu tun. Es ist vor allem Wasserverlust durch die gesteigerte Nierenfunktion.

 

Diät-Name

Wie funktioniert sie?

Bewertung: Note 1 (sehr gut) bis 6 (mangelhaft)

Hollywood-Diät

Die Hollywood-Diät wurde in den zwanziger Jahren für Stars entwickelt, die sich ihren Traum von einer Idealfigur erfüllen wollten. Das Prinzip ist einfach und entspricht einer Trennkost mit extrem wenig Kohlenhydraten. Basis der Diät sind Hummer, Shrimps, Fisch, mageres Fleisch und Geflügel. Besonders exotische Früchte sollen reichlich und möglichst roh genossen werden, weil deren Enzyme angeblich schlank machen. Täglich werden nur 600 bis 800 Kalorien aufgenommen, der Großteil davon in Proteinen. Der Eiweißanteil steigt auf bis zu 60 Prozent der täglichen Energiezufuhr. Bei einer ausgewogenen Kost beträgt er 25 bis 30 Prozent.

Note = 5

+ Die Hollywood-Diät ist relativ leicht durchzuführen, weil nur wenige Lebensmittel auf dem Speiseplan stehen und keine besonderen Regeln eingehalten werden müssen.

- Die Diät ist nicht nur wegen ihres hohen Eiweißanteiles, sondern auch wegen der geringen Energiezufuhr nicht zu empfehlen.
- Aufgrund der exklusiven Zutaten ist die Diät sehr teuer.
- Richtiges Ernährungsverhalten wird nicht gelernt, da die Kost sich von der üblichen zu sehr unterscheidet.

LOGI-Methode

Die LOGI-Methode ist einer Ernährungsform, die von der Medizinischen Fakultät der Harvard Universität entwickelt wurde. Sie soll eine gesunde Ernährung bieten, die auch eine Gewichtsreduktion ohne zu Hungern ermöglicht. LOGI ist die Abkürzung für Lo w G lycemic I ndex (engl.: Glykämischer Index). In Deutschland wurde sie von dem deutschen Ernährungswissenschaftler Nicolai Worm angepasst.

Prinzipien der LOGI-Methode

  1. Gemüse und Obst, die wenig oder gar keine Stärke enthalten, stellen die Grundlage der Ernährung dar.
  2. Massig essenzielle Nährstoffe ... die benötigten Nährstoffe (Kohlenhydrate, Eiweiß, Fett) sind ausreichend enthalten
  3. Viele Sattmacher ... eine Mahlzeit mit großem Volumen und einem hohen Eiweißanteil sättigt besser
  4. Wenig Hungermacher ... durch den Verzicht auf süßen Lebensmitteln werden Heißhungerattacken verhindert
  5. Viele Energieverbrauchs-Ankurbler ... Sport und eiweißreiche Nahrung erhöht den Grundumsatz

Web-Link: http://www.logi-methode.de

Note = 2

+ Am meisten Vorteile haben Menschen, die übergewichtig sind, erhöhte Blutfett- und Blutzuckerwerten haben und vor allem solche, die am Metabolischen Syndrom leiden, aber auch Patienten mit Diabetes mellitus.

+ Im Gegensatz zu der Atkins-Diät sind aber Lebensmittel mit Kohlenhydraten im großem Umfang erlaubt.

- der hohe Eiweißanteil

Scarsdale-Diät

Sie wünschen sich einen raschen Diäterfolg und würden Kaffee
selbst auf Dauer ohne Milch trinken? Dann könnte Sie die „Scarsdale-
Diät“ interessieren. Der Autor, Dr. Hermann Tarnower aus
Scarsdale, geht davon aus, dass eine Diät nicht durchgehalten
werden kann, wenn sie nicht sofort durchschlagende Erfolge erzielt.
Er verspricht bei genauer Befolgung seines Speiseplans einen
Gewichtsverlust von mindestens 1⁄2 kg pro Tag – in 2 Wochen
sollen sogar 10 kg purzeln.
Die Tagespläne haben insgesamt etwa 1000 kcal. Die meiste Energie
liefert Eiweiß, der Rest verteilt sich auf Kohlenhydrate und wenig
Fett. Es gibt viel Fisch, Fleisch, Sojaprodukte, Obst und Gemüse,
in Maßen auch Vollkornprodukte zu essen. Kein Lebensmittel
darf bei dieser Diät durch ein anderes ersetzt werden, alles ist genau
vorgeschrieben, und alkoholische Getränke sind zu meiden.
Zwischen den Mahlzeiten dürfen Sie allerdings Karotten und Sellerie
knabbern.
Die Scarsdale-Diät gibt es auch in einer vegetarischen, Feinschmecker-,
Spar- und internationalen Variante. Nach 2 Wochen
wird zur Trimm-Dich-Diät gewechselt, die ein größeres Nahrungsangebot
hat, aber ebenfalls sehr proteinreich ist.

Note = 5

- Der Anteil an Eiweiß ist viel zu hoch.
- Der Kohlenhydratanteil ist zu niedrig.
- Verhaltensänderungen werden nicht angesprochen.
-  Auch Sport ist kein Thema.

Die Humplik-Kur

Falls Sie am liebsten den ganzen Tag essen, kauen, knabbern,
dann könnte für Sie die „Humplik-Kur“ eine Offenbarung sein.
Spätestens alle 2 Stunden muss gegessen werden. Und je mehr Sie
von bestimmten Lebensmitteln essen, desto schlanker werden
Sie – verspricht der Autor. Nahrungsmittel sind in „unrationelle“
und „rationelle“ geteilt. Unrationell werden jene Lebensmittel genannt,
für deren Verdauung der Körper mehr Energie braucht, als
sie ihm liefern. Zu diesen Nahrungsmitteln gehören alle Sorten
mageres Fleisch – nur paniert, faschiert oder in üppiger Sauce
serviert darf es nicht sein –, außerdem rohes Gemüse und Obst.
Alle kohlenhydratreichen Lebensmittel, außerdem Zucker, Alkohol
und Milchprodukte müssen dagegen gemieden werden, weil
sie dick machen.
Ist das Idealgewicht erreicht, gibt es kaum noch Verbote. Auf
Zucker in Getränken sollte allerdings noch längere Zeit verzichtet
werden. Einmal täglich steht weiterhin eine so genannte unrationelle
Hauptmahlzeit auf dem Speiseplan – und mindestens 1⁄2 kg
Obst. Häufig zu essen ist weiterhin wichtig.

Note = 6

- Kohlenhydrate (Brot, Nudeln, Getreide) kommen viel zu
kurz, und durch das Fehlen von Milchprodukten wird zudem zu
wenig Kalzium aufgenommen.
- Der Purin- und Cholesteringehalt ist bedenklich hoch.
- Nach Humpliks Vorgaben ist es durchaus möglich, sich sehr
fettreich zu ernähren – mit allen negativen Folgen für die Gesundheit.
- Sport und Verhaltensänderung sind kein Teil des Programms
– im Gegenteil: Wer ständig futtert, wird nie ein vernünftiges
Essverhalten lernen.

Sears-Diät

Wenn Sie bereit sind, Nahrung als „Droge“ zu betrachten, viel
amerikanisches Pathos aushalten („Über mir schwebt das Damoklesschwert
des baldigen Todes“) und selbst vor (pseudo-)wissenschaftlichem
Jargon nicht zurückschrecken, könnte Sie die
„Sears-Diät“ interessieren. Immerhin verspricht der Autor, dass
Sie mit ihr Ihr Optimum an Leistung und Wohlbefinden erreichen
– und lebenslang halten. Der Schlüssel dazu ist ein ausgewogener
Hormonhaushalt.
Bevor Sie essen, müssen Sie zuerst rechnen. Ermitteln Sie
zunächst Ihre Körpermasse nach Abzug des Fettanteils, berücksichtigen
Sie das Ausmaß Ihrer körperlichen Aktivität und berechnen
Sie danach Ihren täglichen Eiweißbedarf. Zu je 7 g dieses Eiweißbedarfs
essen Sie je 9 g Kohlenhydrate mit niedrigem glykämischen
Index (?Seite 86) und je 1,5 g Fett mit vielen einfach ungesättigten
Fettsäuren (dieses Verhältnis soll in jeder Mahlzeit
eingehalten werden). Zahlreiche Beispiele für Nahrungsbausteine,
die 7 g Eiweiß oder 9 g Kohlenhydrate enthalten, sollen die Sache
anschaulicher machen. Trotzdem ist die Rechnerei bei der
selbstständigen Zusammenstellung von Mahlzeiten Zeit raubend.
Bemerkenswert für eine eiweißreiche Diät: Auch eine vegetarische
Variante ist möglich – mit Tofu und Eiweißpulver.

Note = 5


+ Das einzig Positive ist, dass Obst und Gemüse reichlich gegessen
werden dürfen.
- Als Dauerernährung nicht geeignet, dafür ist allein schon
die Energiezufuhr viel zu niedrig.
- Eine Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit durch
eiweißreiche und kohlenhydratarme Nahrung ist nicht nachgewiesen.
- Viele theoretische Grundlagen sind letztlich nicht haltbar;
- Mühsam zu lesen, strotzt vor Verallgemeinerungen und Panikmache,
gepaart mit der ständigen Wiederholung von „Wahrheiten“.

Max-Planck-Diät

Wenn Sie glauben, eine Diät wirkt nur dann, wenn Sie auf alles
verzichten, dann haben Sie mit der so genannten Max-Planck-
Diät vielleicht schon einmal geliebäugelt. Dieses Konzept erlaubt
keine Abweichungen. Es gibt 3 Mahlzeiten am Tag, an manchen
Tagen nur 2, und in den 2 Wochen der Diät ist außer Schinken,
Steak, Huhn, Eiern und ein bisschen Salat beziehungsweise
Gemüse praktisch alles verboten.
Falls Sie diese Quälerei durchhalten, nehmen Sie angeblich nicht
nur 9 Kilo ab, sondern stellen Ihren Stoffwechsel auch so um, dass
Sie die nächsten 3 Jahre kein Gramm zunehmen.

Note = 6

- Extrem einseitig und abzulehnen. - Der niedrige Anteil an Kohlenhydraten
kann zu gesundheitlichen Problemen führen.
- Der Eiweiß-
und Cholesteringehalt ist viel zu hoch, der an Vitaminen
und Mineralstoffen dagegen zu gering.




Fettreiche Diäten

Nicht das viele Fett in der täglichen Kost, sagen die Anhänger der fettreichen Diäten, sondern Stoffwechselstörungen sind für Übergewicht verantwortlich, und erhöhen den Fettanteil noch drastisch, meist Hand in Hand mit einem hohen Eiweißkonsum. Kohlenhydrate sind hingegen nur in äußerst geringen Mengen gestattet. Der Körper, so ist die Theorie, weiß nun nicht mehr, wohin mit all dem Fett. Um es zu verarbeiten, braucht er Glukose, die er normalerweise ausreichend durch die Kohlenhydrate der Nahrung bekommt. Bei Kohlenhydratmangel greift er anfänglich noch auf seine Glykogenspeicher in Leber und Muskeln zurück. Bald sind aber auch diese Vorräte verbraucht, und nun muss der Körper sich die Glukose durch den Abbau von körpereigenem Fett holen. Eine starke Einschränkung oder sogar ein Verbot kohlenhydratreicher Lebensmittel ist für den Organismus jedoch nicht ohne Konsequenzen: Die bei dieser Ernährung anfallenden Stoffwechselendprodukte belasten die Nieren; eine mögliche Folge sind unter anderem Gichtanfälle. Außerdem kann eine Erhöhung des Harnsäurespiegels und der Blutfettwerte zu Arteriosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Ein zu hoher Fettverzehr gilt allgemein als gesundheitlicher Risikofaktor.

Diät-Name

Wie funktioniert sie?

Bewertung: Note 1 (sehr gut) bis 6 (mangelhaft)

 

 

 

Neue Atkins-Diät

Falls Sie Obst und Getreide sowieso nicht mögen und mit Vitaminpillen
kein Problem haben, wird Sie vielleicht die Atkins-Diät faszinieren. Dieser Klassiker aus den 70er-Jahren wurde vom Autor überarbeitet, aber nicht wesentlich verändert. Übergewicht entsteht für ihn nicht durch hohen Fettverzehr. Schuld sind vielmehr zu viele Kohlenhydrate, also zu viel Brot, Nudeln, Süßes. Zu Beginn der Diät dürfen Sie folglich höchstens 20 g Kohlenhydrate aufnehmen. Tierische Fette aus Fleisch und Fisch, Eier und Käse bilden die Basis der Diätkost, dazu gibt es Salat – mit
Mayonnaise. Der Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen wird
durch Nahrungsergänzungsmittel in Mengen ausgeglichen.

Note = 6

- Der hohe Fleisch- und Fettkonsum
Blutfettwerte, sondern auch die Harnsäure Gichtanfälle
begünstigen.
- Verhaltensänderungen sind kein
- Das Sportprogramm ist banal.



Kohlenhydratreiche Diäten

So viel steht fest: Unsere Ernährung sollte wenig Fett und viele Kohlenhydrate enthalten. Doch Kohlenhydrate sind nicht gleich Kohlenhydrate. Da gibt es die „schlechten“ und die „guten“; die „einfachen“ und die „komplexen“; die, die gleich ins Blut gehen, und die, die den Blutzuckerspiegel langsam und nicht so hoch ansteigen lassen (?Seite 86). Grünes Licht gibt es für Brot, Getreide, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Gemüse und Obst – so die Empfehlung der Ernährungswissenschaftler. Die Realität sieht jedoch anders aus: Allzu oft greifen wir lieber zur üppigen Cremeschnitte statt zur rohen Karotte. Nur knapp 45 Prozent der aufgenommenen Energie stammen aus Kohlenhydraten. 55 Prozent sollten es sein – und die wiederum überwiegend aus stärke- und ballaststoffreichen Lebensmitteln, die auch bei kohlenhydratreichen Diäten den Großteil der Nahrung ausmachen. Eine kohlenhydratreiche Ernährung mit einem hohen Anteil an komplexen Kohlenhydraten hat eine Menge Vorteile. Dank der vielen Ballaststoffe finden wir eindrucksvolle Mengen mit wenig Kalorien auf dem Teller. Diese Nahrung erfordert meist gründlicheres Kauen, was selbst den hastigsten Esser zu einem langsameren Tempo zwingt. Er bekommt damit die Chance, endlich einmal gesättigt von der Mahlzeit aufzustehen, weil sie ganz von selbst länger als 20 Minuten dauert, die Zeit, die der Magen braucht, bis er das Signal „satt“ ans Gehirn sendet. Und durch die Quellwirkung der Ballaststoffe im Darm hält die Sättigung auch länger an. Ein weiterer angenehmer Effekt: Ballaststoffreiche Lebensmittel haben meist auch eine hohe Nährstoffdichte, das bedeutet viel Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzeninhaltstoffe in jedem Gramm. Dazu kommen noch ein paar angenehme Nebenwirkungen für unsere Gesundheit. Ein hoher Anteil an Ballaststoffen sorgt für eine zügige Darmpassage und hilft so gegen Darmträgheit. Wichtig ist, gleichzeitig viel zu trinken, weil Ballaststoffe im Darm Flüssigkeit zum Quellen brauchen. Die Kehrseite der Medaille: Die ungewohnte Kost kann Blähungen verursachen. Deshalb ist es sinnvoll, sich schrittweise auf ballaststoffreiche Kost umzustellen, um zu prüfen, ob man sie verträgt. Die Kombination von wenig Fett mit reichlich komplexen Kohlenhydraten und Ballaststoffen wirkt sich auch günstig bei erhöhten Blutfettwerten aus. Und sie kann helfen, einer Reihe von Erkrankungen vorzubeugen (Stoffwechselstörungen, Gallensteine, Diabetes und auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen).

Diät-Name

Wie funktioniert sie?

Bewertung: Note 1 (sehr gut) bis 6 (mangelhaft)

Dr. Haas-Erfolgsdiät

Stärkehaltiges wie Kartoffeln, Brot, Teigwaren und Vollkornprodukteist die Basis dieser Diät. Das dreistufige Ernährungsprogramm der Leistungs-Diät bringt Sie in Form und hilft Ihnen, Ihr Idealgewicht zu halten. Wenn der Körper Kohlenhydrate verbrennt, entsteht Kohlendioxid, das Sie einfach ausatmen. Bei der Fett- und Eiweißverbrennung bilden sich dagegen giftige Abfallprodukte.
Also belasten Kohlenhydrate den Organismus weniger.
Haas’ Erfolgs-Diät zielt allerdings primär auf die Leistungsfähigkeit des Gehirns – auch durch Mikronährstoffe in Tablettenform.

Note = 6

- Eine Diät, die nicht ohne zusätzliche Vitamine, Mineralstoffe
und Antioxidantien auskommt, ist abzulehnen.
- Bei langer Anwendung kann ein Kalzium-Defizit entstehen.
- Kein Sport, keine Verhaltenstipps, keine Dauerernährung.

Das Pritikin-Programm von Nathan Pritikin,
Patrick M. McGrady

und später The Pritikin Principle
von Robert Pritikin

Nur wenn Sie in amerikanischen Läden einkaufen können, ist die
Pritikin-Diät für Sie interessant. Nathan Pritikin setzte noch auf
wenige Kalorien und viele Kohlenhydrate – ein Programm kommt
mit 650 kcal am Tag aus, das andere mit 1000 kcal – sein Sohn
Robert erhob die Energiedichte zum Maßstab, die zum Abnehmen unter 80 kcal pro 100 g Nahrungsmittel liegen soll.

Das Pritikin Principle des Sohnes Robert ist deutlich besser zusammengesetzt und auch als Dauerernährung geeignet.

Note für Pritkin-Programm = 6

Note für The Pritkin Priciple = 3

- Die Rezepte sind bei beiden Büchern kaum in die Praxis
umzusetzen, da sie mehr auf Großküchen zugeschnitten und
viele der Lebensmittel außerhalb der USA kaum erhältlich sind.

Idealgewicht ohne Hungerkur,
Dr. M. O. Brukers Ernährungskonzept

Dr. M. O. Bruker macht für Fettsucht den ausschließlichen Verzehr von erhitzten Speisen verantwortlich. Er empfiehlt einen
Frischkornbrei, viel Obst und Gemüse, aber auch viel Butter als
naturbelassenes Fett. Verzichten soll man dagegen auf isolierte
Kohlenhydrate (Lebensmittel aus Auszugsmehlen) und auf so
genannten Fabrikzucker.
Problematisch sind Aussagen wie „Krebs lässt
sich bis zu einem gewissen Grad durch Vollwertkost verhüten und
je nach Stadium heilen“ oder „Fett macht nicht fett“.

Note = 5

+ Positiv sind die Einschränkung des Zuckerkonsums und die
Erhöhung des Gemüse-, Obst- und Vollkornbrotanteils.
- Die uneingeschränkte Empfehlung von Butter (neben kalt
gepressten Ölen und Nüssen) ist bedenklich.

Original Reis-Diät, Kartoffel- bzw. Kartoffel-Ei-Diät

Eine Reis-Diät kann bis zu 4 Wochen dauern. Den Reis gibt es je
nach Dauer und Vorlieben mit Obst, Gemüse, Fisch oder Fleisch.
Bei der Kartoffel-Diät stehen täglich Kartoffeln auf dem Speiseplan
– kombiniert mit Obst, Salaten und Gemüse. Seltene Highlights
sind fettarmer Fisch oder mageres Fleisch. Die Kartoffel-Ei-
Diät bereichert diesen Speiseplan noch mit Eiern.

Note = 6

- Die Gefahr ist groß, bei der Beschränkung auf ein Hauptnahrungsmittel
die Lust an der Sache zu verlieren. Bei
- Bei den Kartoffel-Diäten kommt es durch den sehr niedrigen Fettanteil
zu einer Unterversorgung mit ungesättigten Fettsäuren und
fettlöslichen Vitaminen.
- Der Cholesteringehalt der Kartoffel-Ei-
Diät ist sehr hoch.
- Langfristige Verhaltensänderungen werden bei solchen Diäten
erst gar nicht in Angriff genommen.
- Diese Diäten sind unausgewogen, langweilig und bieten
keinerlei Chance, falsche Ernährungsgewohnheiten abzulegen.

Ananas-, Gemüse-, Trauben-, Obst- und Apfel-Tage

Gerade Schwangeren empfehlen Ärzte bei Wasseransammlungen
in den Beinen, regelmäßig einen Obsttag einzulegen. Was liegt
näher, als dieses Prinzip auch zur Gewichtsreduktion einzusetzen?
Und so kursieren immer wieder Anleitungen für Kurtage. Auf
dem Speiseplan steht täglich genau dasjenige Lebensmittel, das
im Namen jeder Kur enthalten ist. Sonst nichts.

Note = 6

- Der Gewichtsverlust beruht ausschließlich auf dem Verlust
von Wasser.
-  Mit dem Verzehr nur eines einzigen Lebensmittels kommt
es zwangsläufig zu Unterversorgungen mit wichtigen Nährstoffen.
- Auch für einzelne Tage sind solche Kuren nur sehr bedingt zu
empfehlen, da häufige Kurz-Diäten erwiesenermaßen Mitverursacher
für Störungen des Essverhaltens sein können.

7-Tage-Körner-Kur

Eine Woche lang gibt es jeden Tag 170 g Getreide (Reis, Hirse,
Gerste, Weizen, Hafer, Dinkel beziehungsweise eine Getreidemischung)
mit Obst und Gemüse. Fettarmer Käse und Milchprodukte
stehen nur selten auf dem Speiseplan. Verboten sind Fleisch,
Fisch, Geflügel und alle tierischen Fette. Ziel ist eine Vollwerternährung
mit biologisch hochwertigen Nahrungsmitteln.

Note = 6

- Die Kalziumzufuhr ist bedenklich niedrig.
- Viel zu wenig Energie (650 kcal), zu wenig Fett und damit
essenzielle Fettsäuren, zu wenig Eiweiß.
- Durch den hohen Kohlenhydrat- und Ballaststoffanteil
kann es bei empfindlichen Personen zu Darmbeschwerden
kommen.
- Der Rat des Autors, bei längerer Durchführung der Diät Nahrungsergänzungsmittel
einzunehmen, zeigt bereits, wie einseitig
diese Kost ist.

Schnitzer-Intensivkost, Schnitzer-Normalkost

Dr. J. G. Schnitzer, Mechthilde Schnitzer

Wenn Sie zwischen einem Bioladen und einem Schnitzer-Bäcker
wohnen, könnte die Schnitzer-Kost für Sie interessant sein. Der
Zahnarzt Johann Georg Schnitzer entwickelte ab 1963 ein Ernährungskonzept,
das neben der Heilung von Krankheiten auch die
Reduzierung von Gewicht verspricht. Zu essen gibt es Rohkost
mit angekeimten Hülsenfrüchten und frisch gemahlenem, kalt
eingeweichtem Getreideschrot. Alle Zutaten sollen aus biologischer
Landwirtschaft stammen. Gegenüber der Schnitzer-Intensivkost
wird die Schnitzer-Normalkost mit Vollkornbrot und -gebäck,
Käse, gekochten Kartoffeln aufgestockt.
Das Thema „Sport und körperliche Arbeit“ wird auf einer Buchseite
abgehandelt. Für relevante Aussagen über Training, Ausdauer,
Intensität fehlt da der Platz.

Note = 6

- Verhaltensänderung ist nicht Teil des Konzepts. Sport wird
nur am Rande erwähnt.
- Bei der Intensivkost fehlen einige wichtige Nährstoffe. Auch
die Normalkost beschert Ihnen zu viel Fett und zu wenig Jod
und ist daher als Dauerernährung ungeeignet.
- Der Einkauf ist relativ aufwendig. Obst und Gemüse aus
biologischer Landwirtschaft soll täglich frisch besorgt werden.
- Außerdem muss man jeden Tag verschiedenes Gebäck
backen, sofern man nicht zufällig einen Schnitzer-Bäcker in der
Nähe hat.

Rohkost pur

Willst Du gesund sein? Vergiss den Kochtopf!

von Helmut Wandmaker

Wenn Sie schon immer bedauert haben, dass Sie nicht auf Bäumen
leben und sich von Früchten ernähren – Helmut Wandmaker
zeigt Ihnen den Weg. Der Autor ist ein Verfechter von radikaler
Rohkost, denn „Gott schuf den Menschen, aber der Teufel die
Köche“, und „Krebs ist die Tochter des Kochtopfs!“ Die einfachste,
beste und schnellste Möglichkeit, gesund Gewicht zu verlieren, ist
seiner Ansicht nach, sofort auf 100% Rohkost überzugehen.
Während etliche markigen Sprüche noch einen gewissen Unterhaltungswert
haben, sind andere Aussagen ebenso plakativ wie
dumm – „Eier erzeugen Eiter!“.
Falls Ihnen der Appetit noch nicht vergangen ist: Zu essen gibt’s
bei Wandmaker überwiegend unverarbeitetes Obst auf nüchternen
Magen, das nie mit anderen Lebensmitteln, auch nicht mit
anderen Obstsorten, gemischt werden darf. Das restliche Viertel
Ihrer Nahrung ist Gemüse, dazu einige Nüsse. Ihren Eiweißbedarf
decken Sie mit Quark (Topfen)-Leinöl. Wenn Sie fasten wollen,
dann mit destilliertem Wasser … Als Lohn für diese einseitige
Ernährung wird auch die Heilung von diversen Krankheiten versprochen.

Note = 6

- Bei diesem Speiseplan ist ein Eiweißmangel vorprogrammiert.
- Fasten mit destilliertem Wasser kann innerhalb kurzer Zeit zu starken Mangelerscheinungen führen.


Sonstige Diäten

Diät-Name

Wie funktioniert sie?

Bewertung: Note 1 (sehr gut) bis 6 (mangelhaft)

Trennkost

Trennkost ist eine Ernährungsform, die auf eine zeitlich getrennte Aufnahme von eiweißhaltigen und kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln achtet, nicht jedoch auf ein Verbot bestimmter Lebensmittel. Es werden weder Mengen noch Kalorien gezählt.

Das Grundprinzip der Trennkost (Unverträglichkeit von Kohlenhydraten und Eiweiß) ist wissenschaftlich widerlegt.

Der Zeitraum, der mindestens vergehen sollte, bis auf eine mehrheitlich eiweißhaltige Mahlzeit eine mehrheitlich kohlenhydrathaltige Mahlzeit folgt, sollte mindestens 3 1/2 bis 4 Stunden betragen.

Note = 6
+Trennkost ist relativ einfach umsetzbar und hat den Vorteil, dass nicht gehungert oder über längere Zeit verzichtet werden muss. Bei jeder Mahlzeit kann beliebig viel gegessen werden, wenn auch eine gewisse Mengenbeschränkung eine schnellere Gewichtsreduktion fördert oder erst ermöglicht.

- Die Ideen, die hinter dieser Trennung stehen, wurden von Dr. Howard Hay in den 1930er Jahren formuliert und sind seither umstritten und teilweise widerlegt.

- Mangeldiäten oder einseitige Ernährungsarten, starke Reduktion der Nahrungsmenge oder gar Appetitzügler haben den Nachteil, dass diese Methoden mit zunehmender Zeit immer schwieriger durchzuhalten sind und schließlich sogar zu einer Gegenreaktion "Jojoeffekt" führen. Am Ende dieser Vorgehensweisen steht meist Frust, der die weitere Befolgung der Diät unattraktiv macht

Montignac-Methode

Die Montignac-Methode ist eine Methode zur Steigerung des Wohlbefindens und zur Gewichtsabnahme (Diät),benannt nach dem Erfinder Michel Montignac.

Das besondere an dieser Methode ist, dass auf keine der Lebensmittelgruppe (Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett) verzichtet werden muss. Nur bestimmte Lebensmittel sollen weggelassen werden und es soll auf die richtig Kombination von Kohlenhydraten mit fetthaltigen Lebensmittel geachtet werden.

Diese Methode zur Gewichtsabnahme ist eine Art Trennkost. Folgende Grundregeln gibt es:

  1. sog. Sehr gute Kohlenhydrate (glykämischer Index=GI bis 35)darf man mit beliebiger Menge an Eiweiß und Fett kombinieren.
  2. sog. Gute Kohlenhydrate (glykämischer Index=GI von 35-50)sollte man nicht mit Fett kombiniern. Ausnahmen sind geringe Mengen an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, wie pflanzlich Öle (z.B. auf dem Salat) oder Fisch (z.B. Thunfisch oder Lachs)
  3. sog. Schlechte Kohlenhydrate (glykämischer Index=GI von 50-100 und mehr)sollte man weglassen, da sie zur Gewichtszunahme führen.

Die Einteilung nach schlechten, guten und sehr guten Kohlenhydraten erfolgt über den Wert des Glykämischen Index, der angibt, wie schnell der Kohlenhydratanteil eines Nahrungsmittels im Vergleich zur Glucose ins Blut gelangt (umso höher der GI, umso schneller steigt der Blutzuckerspiegel an

Note = 4

- Kritiker bemängeln, dass zu viel und vor allem zu viel tierische Fette zu sich genommen werden. Das ist allerdings nicht vorgeschrieben sondern ein Fehler in der Umsetzung. Es wird eher die Verwendung von pflanzlichen Fetten (Öl, Nüsse) empfohlen und eine Verringerung von Rind- und Schweinefleisch. Besser ist Geflügel und Fisch (dreifach-ungesättigte Fettsäuren).
- Sport wird als nicht unbedingt nötig angesehen, um abzunehmen.
- Der Glykämische Index sollte nicht isoliert betrachtet werden, da die Blutzuckersteigernde Wirkung durch bestimmte Lebensmittel verändert wird; z.B. bremsen Ballaststoffe die Erhöhung des Blutzuckerspiegels.
- Der Glykämische Index wird zu streng verwendet, denn einige Lebensmittel (Karotte, Melone) sind vom Speiseplan vertrieben, obwohl sie so wenig Kohlenhydrate haben, das ihr Einfluss auf den Blutzuckerspiegel minimal ist. Besser soll es deshalb sein die Glykämische Last zu nutzen.

+ Viele Kritik-Punkte wurden aufgenommen und haben zu geänderten Ernährungs-Empfehlungen geführt.

Schlafanzug-Diät

Wenn Sie sowieso am liebsten im Bett frühstücken, essen und arbeiten, kann die Schlafanzug-Diät das Richtige für Sie sein. Sie
ernähren sich dabei unglaublich ausgewogen und gesund, trinken täglich mindestens 2 Liter Wasser oder ungesüßten Früchte oder
Kräutertee und können so viel rohes Gemüse knabbern, wie Sie wollen. Einzige Bedingung: Sie müssen sich zum Essen einen
Schlafanzug anziehen. „Wenn Sie bereit sind, diesen Trick anzuwenden, haben Sie ein ebenso einfaches wie wirkungsvolles Mittel
in der Hand, um sich selbst daran zu hindern, ständig an den Kühlschrank zu gehen“, spricht die Autorin aus eigener Erfahrung.
Die gute Nachricht: Zum Trinken brauchen Sie sich nicht umzuziehen.
Zu essen gibt es eine ausgewogene Mischkost mit 56% Kohlenhydraten,
16% Eiweiß und 28% Fett, zweimal in der Woche Fisch, viele gekochte Hülsenfrüchte und Getreidekörner – alles durchaus
im Rahmen der DGE-Richtlinien. Der Haken: 3 warme Mahlzeiten am Tag machen diese Diät nicht gerade bürotauglich.
Aufwand: Wenn Sie die Einweich- und Kochzeiten abziehen, stehen
Sie immer noch 90 Minuten täglich in der Küche. Der Einkauf ist kein Problem, die Familie kann ohne Mehraufwand mit bekocht
werden. Warme Mittagsmahlzeiten setzen ein Büro mit Kochgelegenheit (und Umkleidekabine, für den Schlafanzug)
voraus.

Note = 2

+ Die Nahrungszusammensetzung entspricht den DGE-Empfehlungen.
+ Sport und Verhaltensänderungen kommen nicht zu kurz
und sind gut durchdacht.
- Für Berufstätige unbrauchbar, nicht wirklich praktikabel.
- Keine Tipps für den Außer-Haus-Konsum (außer, dass diese Diät für Pyjamapartys bestens geeignet ist).


Quelle:  http://diaet.abnehmen-forum.comhttp://www.dge.dehttp://www.wikipedia.de

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* Alle Preise enthalten die Umsatzsteuer (soweit angefallen) und sonstige Preisbestandteile. Soweit die Fahrtenpauschale oder Liefer- und Versandkosten anfallen, wird dies separat angegeben.

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