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VerdauungstraktMagen und DarmUnser Magen ist ein Muskelsack von etwa einem Liter Fassungsvolumen, der die aufgenommenen Speisen zunächst sammelt und sie für die Verdauung vorbereitet. Die Nahrungsmittel verbleiben ihrer Zusammensetzung nach entsprechend länger oder kürzer im Magen, Kohlenhydrate beispielsweise etwa eine Stunde, Eiweiß etwas länger, Fette am längsten. Durch den sogenannten Pförtnermuskel am Magenausgang gibt der Magen den mit Enzymen vermengten Speisebrei an den Zwölffingerdarm weiter. Die Muskelbewegungen, mit denen der Magen den Speisebrei durchknetet, werden vom vegetativen Nervensystem kontrolliert, das auch für die Herstellung des Magensafts und für eine Reihe von Hormonen, die ihrerseits den Verdauungsvorgang steuern, zuständig ist. Die eigentliche Verdauung findet erst im etwa sechs Meter langen Dünndarm statt, wo die Darmzotten an der Innenseite die Nährstoffe aus dem Speisebrei aufnehmen. Der Dickdarm entzieht dem Speisebrei das Wasser, und die Nahrungsrückstände werden an den Mastdarm weitergegeben und vom After ausgeschieden. Die VerdauungManchmal ist das Essen zu üppig, oder es schlägt uns der Stress auf den Magen, manchmal ist man buchstäblich »sauer« und ein andermal muss man etwas Unverträgliches schlucken. Oder es kommt Nachricht herein, die man erst einmal »verdauen« muss. Betroffen ist immer der Verdauungstrakt. Am wohlsten fühlen wir uns, wenn wir nicht einmal spüren, dass wir einen Magen-Darm-Kanal besitzen. Sobald er sich meldet, ob mit Völlegefühl oder Verstopfung, Übelkeit und Durchfällen, Blähungen und Auftreibungen, stimmt mit dem ganzen System etwas nicht. Formen der BeschwerdenMagen- und Darmbeschwerden treten sehr häufig auf, etwa jeder zehnte Patient leidet darunter. Da Stimmungen und seelische Zustände das vegetative Nervensystem wesentlich beeinflussen, sollte man bei Magen- und Darmbeschwerden grundsätzlich auch nach Ursachen im seelischen Bereich forschen und mit dem behandelnden Arzt darüber sprechen. Nervöser MagenAls Synonyme für einen nervösen Magen werden Begriffe wie Reizmagen, funktionelle Dyspepsie und non-ulcer Dyspepsie verwendet. Die typischen Leitsymptome sind Schmerzen und Missempfindungen, die vom Oberbauch ausgehen. Diarrhöe (Durchfall)Der Begriff Diarrhöe ist nicht genau umrissen. Zunächst einmal kann die Häufigkeit der Stuhlentleerung bei gesunden Erwachsenen von dreimal bis zu etwa zwanzigmal pro Woche stark variieren. In der klinischen Praxis versteht man unter Diarrhöe für gewöhnlich eine deutliche Erhöhung der für den individuellen Patienten normalen Stuhlfrequenz, oft verbunden mit eine Abnahme der normalen Stuhlkonsistenz. Bei der Diarrhöe handelt es sich um kein selbständiges Krankheitsbild, sie ist ein Symptom zahlreicher Erkrankungen des Verdauungstrakts, aber auch der Erkrankungen anderer Organe. VerstopfungDie Stuhlverstopfung, Obstipation oder auch Obstructio alvi, ist ebenfalls keine eigenständige Erkrankung, sondern ein subjektives Symptom der verzögerten Kotentleerung. Der Patient empfindet die Stuhlfrequenz bzw. das Ausscheidungsprodukt als zu wenig, zu selten oder zu hart. Verstopfung ist in den meisten Fällen eine funktionelle Darmstörung, das heißt der Stuhl kann nicht vollständig oder nur sehr verzögert abgegeben werden. Funktionell bedeutet hier, dass den Symptomen keine organische Ursache zugrunde liegt. Es können aber auch verschiedene Erkrankungen eine Verstopfung auslösen. Auch wann man von Verstopfung spricht, ist im Einzelfall schwer abzugrenzen, da auch sie mit der Häufigkeit der Stuhlentleerung zusammenhängt. Man spricht meist von Verstopfung, wenn man seltener als dreimal pro Woche Stuhlgang hat, ebenso, wenn der Stuhl sehr hart ist und nur durch starkes Pressen abgesetzt werden kann. Dabei entstehen häufig auch Schmerzen. Unsere Verdauungsorgane sind sehr empfindlich und störungsanfällig und manchmal geht einfach "nichts mehr". Der eine reagiert mit dem Darm auf fremde Nahrungsmittel auf Reisen, der andere auf Stress im Job. Tritt eine Verstopfung nur gelegentlich auf und regelt sich von selbst oder durch den Einsatz milder Hausmittel wieder, ist sie sicherlich kein Grund zur Besorgnis. Fast jeder Mensch kennt das Problem. Anders sieht es aus, wenn die Verstopfung länger anhält und chronisch wird. In diesem Fall muss die Ursache der Verdauungsstörung dringend medizinisch abgeklärt werden. Schließlich sind die Symptome einer chronischen Verstopfung wie Schmerzen beim Stuhlgang oder ein aufgeblähter Bauch nicht nur lästig, sondern können auch Anzeichen einer ernsthaften körperlichen Erkrankung sein. Sie sollten zum Arzt gehen Abhilfe bei VerdauungsbeschwerdenGegen Sodbrennen
und Übersäuerung
hilft oft eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten: kleine Mahlzeiten in Ruhe eingenommen, sorgfältiges Kauen kleiner Bissen, Vermeidung von Fettem, Süßem, scharf Gewürztem sowie Kaffee, Nikotin und harten Schnäpsen. Frisch zubereiteter Kartoffelsaft vor jeder Mahlzeit ist sehr gut in der Lage, Säure zu neutralisieren. Dazu wird eine frische Kartoffel gerieben, die Masse ausgepresst und der Saft mit der dreifachen Menge warmen Wasser verdünnt. Das Gegenteil, ein mangelnder Fluss von Verdauungssäften, lässt sich mit Tee aus Tausendgüldenkraut behandeln, der allerdings sehr bitter ist. Bei leichten Bauchschmerzen
, wie sie oft auch den Anfang von grippalen Infekten begleiten, wirken warme Wickel (etwa eine Wärmflasche mit einem Handtuch umwunden) oft Wunder, auch der bekannte Kartoffelwickel lindert Schmerzen oft nach kurzer Zeit. Kräuterteemischungen aus Fenchel, Kamille, Anis, Kümmel, Pfefferminze, Melisse, Scharfgarbe oder Tausendgüldenkraut helfen rasch. Anzeigen* Alle Preise enthalten die Umsatzsteuer (soweit angefallen) und sonstige Preisbestandteile. Soweit die Fahrtenpauschale oder Liefer- und Versandkosten anfallen, wird dies separat angegeben. |
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