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KampfsportartenKampfsport ist im deutschsprachigen Raum der in der Öffentlichkeit (außerhalb der Fachkreise) benutzte Sammelbegriff für die vielen verschiedenen Kampfstile. In der Öffentlichkeit wird mit dem Begriff Kampfsport häufig die asiatische Tradition des Budo verknüpft, bei dem auch die geistige Entwicklung und Reifung Teil des Trainingsprozesses sein soll. In Fachkreisen wiederum wird eine genauere Differenzierung zwischen Kampfsport als sportlichem Wettkampf und Kampfkunst als ernsthaftem Kampf benutzt. Bei der Kampfkunst wird noch einmal differenziert in Techniken, die den Sieg über einen Gegner zum Ziel haben (japanisch: Bujutsu), wie beispielsweise in der Selbstverteidigung, bei polizeilichen Eingriffstechniken und im militärischen Nahkampf, und solchen, die eine Auflösung von Konflikten - ja sogar deren grundsätzliche Vermeidung - zum Inhalt haben (japanisch: Budo), also auf die körperlich-geistige Charakterbildung abzielen. Kennzeichen des Kampfsports im engeren (=sportlichen) Sinne ist die Regelorientierung und das Ziel, den Gegner nicht dauerhaft zu verletzten. So sind bestimmte Techniken, wie z.B. Stiche zu den Augen, Schläge in den Genitalbereich u.ä. stets verboten. InhaltBoxennach obenBoxen ist ein Kampfsport, bei dem sich zwei Personen unter festgelegten Regeln mit den Fäusten bekämpfen. Die Ursprunge des modernen Boxens liegen im England des 18. Jahrhunderts, wo die ersten Regeln durch den Fechtmeister James Figg aufgestellt werden. 1719 gewinnt Figg das ersten offizielle Boxturnier seit der Antike, und wird Meister von England . 1743 wird das erste Regelwerk (London Prize Rules ) veröffentlicht. Wichtigste Neuerung: das Bandagieren der Hände, um Verletzungen zu vermindern. 1810 wird Tom Molineaux, ein schwarzer Amerikaner, in Copthall Common, Essex, der erste Boxweltmeister. 1867 werden die Queensberry-Regeln eingeführt. Bei den olympischen Spielen 1904 in St. Louis feiert Boxen seine Premiere als olympische Sportart. Der Kampf wird in einem Boxring in Runden von drei Minuten ( Profis) bzw. zwei Minuten (Amateure) Länge ausgetragen. Bei Amateurkämpfen finden normalerweise vier Runden statt. Es entscheidet die Anzahl der Treffer. Ein Treffer wird anerkannt, wenn mindestens 3 der 5 Punktrichter ihn innerhalb einer Sekunde anerkennen. Dies geschieht durch Eingabe in einen Computer. Dieser wertet die Eingaben aus und zeigt die Treffer an. Dieses System soll die Urteile nachvollziehbarer machen und Manipulationen einschränken. Im Profiboxen kann die Zahl der Runden frei festgelegt werden, bewegt sich aber üblicherweise zwischen sechs und 12 Runden. Drei Kampfrichter bewerten unabhängig voneinander nach jeder einzelnen Runde, welcher Boxer in der Runde stärker gekämpft hat. Dauert der Kampf über die volle Rundenzahl, wird durch Addition der Rundenbewertungen der Sieger bestimmt. In der Mehrzahl der Boxkämpfe wird der Kampf allerdings vorzeitig beendet: Wenn einer der beiden Boxer nach einem Niederschlag nicht mehr in einem vorbestimmten Zeitraum aufzustehen vermag, ist der Kampf durch Knockout (KO) entschieden. Wenn der Kampf abgebrochen wird oder einer der Kampfteilnehmer aufgibt, ist der Kampf durch technischen Knockout (TKO) entschieden. Boxen ist eine der populärsten Sportarten weltweit. Als eine der ältesten Wettkampfarten des Menschen hat diese Popularität eine lange Tradition und ist beispielsweise Teil der olympischen Spiele, seit diese 1896 wiederbelebt wurden. Heutzutage sind Schwergewichtskämpfe um die Weltmeisterschaft die bestdotierten Sportwettbewerbe überhaupt. In Deutschland gilt der Boxer Max Schmeling, obwohl seine aktive Zeit über 60 Jahren zurückliegt, als populärster Sportler aller Zeiten. Gleiches gilt im Weltmaßstab für Muhammad Ali, der in den 1960er und 1970er Jahren weit über den Sport hinaus bekannt wurde. Allerdings ist das Boxen aufgrund der offen zur Schau gestellten Gewaltausübung, der Gefahr für die Gesundheit der Sportler und seiner Anziehungskraft für das Halbweltmilieu keineswegs unumstritten. Andererseits führt das richtige Training zu erstklassiger Fitness. Für den, der sich verteidigen lernen will, ist das der ideale Einstieg. Beim Boxen lernt man durch das Vollkontakt-Sparring bestmögliche Fähigkeiten zur Selbstverteidigung. Das kontinuierliche, wiederholte Kampftraining, wie es im Boxen mit der Faust geübt wird (Sparring), optimiert die Wirksamkeit, die in der Einfachheit der Boxtechniken liegen. Ju-Jutsunach obenJu-Jutsu ist ein modernes, offenes Selbstverteidigungssystem für die Praxis des täglichen Lebens. Es entstand Ende der 60er Jahre in Deutschland. Unter der Leitung von Franz-Josef Gresch und Werner Heim wurde Ju-Jutsu aus Judo, Jiu-Jitsu, Karate, Aikido und Boxtechniken ein neues, flexibles und effektives Selbstverteidigungssystem geschaffen um den vielfältigen Angriffsmöglichkeiten optimal entgegentreten zu können. Dabei wurden die bestehenden Konzepte nicht einfach nur übernommen, sondern erweitert und optimiert ohne sich an die Einschränkungen bestimmter Stile oder Philosophien zu klammern. Ju-Jutsu war (und ist) Dienstpflichtfach bei der Polizei und dem Bundesgrenzschutz. Durch Erfahrungen aus der Praxis (vorwiegend aus dem Polizei-Alltag) wurde Ju-Jutsu mehrmals überarbeitet und bietet ein System, mit der eine jederzeit angepasste Selbstverteidigung möglich sein soll. Es wird nicht vom Angriff ausgegangen, sondern basiert hauptsächlich auf Selbstverteidigungstechniken. Jede Verteidigungstechnik ist gegen mehrere Angriffsarten anwendbar und durch beständiges Üben werden die Bewegungsabläufe automatisiert. In Kombinationen können die Techniken dann sinnvoll verbunden und in der freien Verteidigung gegen freie Angriffe zur echten Kunst der Selbstverteidigung perfektioniert werden. Bei dieser Methode wird bereits mit einer kleinen Auswahl von Verteidigungstechniken von Anfang an ein größtmöglicher Nutzeffekt durch variable Anwendung erzielt. Weblinkshttp://www.djjv.de/ Deutscher Ju-Jutsu Verband e.V. Judonach oben
Judo
(jap. 柔道, jūdō
, wörtlich sanfter Weg
) ist eine asiatische/japanische Kampfsportart. Judo/Jiu-Jitsu Vorläuferformen wurden Anfang des 20. Jahrhunderts für den Wettkampf angepasst. Es wurden alle tödlichen Techniken entfernt, um aus einer reinen Selbstverteidigungskunst ein Training für Körper und Geist zu machen. Die verbliebenen Techniken sind hauptsächlich Würfe, Haltetechniken, Hebel und Würger. 1906 kamen japanische Kriegsschiffe zu einem Freundschaftsbesuch nach Kiel. Die Gäste führten dem deutschen Kaiser ihre Nahkampfkünste vor. Wilhelm II war begeistert, und er ließ seine Kadetten in der neuen Kunst unterrichten. Der damals bedeutendste deutsche Schüler war der Berliner Erich Rahn. Noch im gleichen Jahr gründete er die erste Schule für asiatische Kampfkünste in Deutschland. Damals nannte man diese Techniken noch "Jiu-Jitsu". Die Judoka tragen eine knöchellange weiße Baumwollhose und darüber eine halblange weiße Jacke (Judo-Gi ) aus Baumwolle die durch einen farbigen Gürtel (Obi) zusammen gehalten wird. An der Gürtelfarbe kann man den Ausbildungsstand des Judoka erkennen. Jeder Anfänger beginnt mit einem weißen Gürtel. Nach entsprechender Trainingszeit kann er eine Prüfung vor einer Prüfungskommission ablegen. Für die erste Prüfung muss der Anfänger zumindest 3 Würfe, Falltechniken und verschiedene Kombinationen im Boden zeigen. Der Prüfling demonstriert die Techniken mit dem Partner. Nach abgelegter Prüfung erhält der Anfänger das Recht und die Pflicht den entsprechenden Gürtel zu tragen. Die Judoka tragen eine knöchellange weiße Baumwollhose und darüber eine halblange weiße Jacke (Judo-Gi ) aus Baumwolle die durch einen farbigen Gürtel (Obi) zusammen gehalten wird. An der Gürtelfarbe kann man den Ausbildungsstand des Judoka erkennen. Jeder Anfänger beginnt mit einem weißen Gürtel. Nach entsprechender Trainingszeit kann er eine Prüfung vor einer Prüfungskommission ablegen. Für die erste Prüfung muss der Anfänger zumindest 3 Würfe, Falltechniken und verschiedene Kombinationen im Boden zeigen. Der Prüfling demonstriert die Techniken mit dem Partner. Nach abgelegter Prüfung erhält der Anfänger das Recht und die Pflicht den entsprechenden Gürtel zu tragen. Die Kampfzeit beträgt für Frauen und Männer 5 Minuten (Für die U20 Klasse 4 und die U17 Klasse 3 Minuten netto Kampfzeit). Wenn es nach der vorgegebenen Zeit noch unentschieden steht, wird seit einigen Jahren bis zum golden Score (jede Wertung - auch Koka - führt in der Überzeit zum Sieg) weiter gekämpft und erst danach stimmen die 3 Kampfrichter über den Sieger/Verlierer ab. Die Kämpfe werden auf einer quadratischen Matte von in der Regel 8x8 Metern ausgetragen. Der Wettkampf wird durch einen Matten(kampf)richter und zwei zusätzliche Kampfrichter (=Außenrichter) bewertet, die an gegenüberliegenden Ecken der Kampffläche sitzen. In Deutschland gibt es einen nationalen Judobund (Deutscher Judobund). Diesem wiederum unterstehen die 18 Judolandesverbände. Die Landesverbände organisieren die regionalen Meisterschaften und stellen die regionalen Kampfrichter- und Gürtelprüfungsordnungen. Gleichzeitig gibt es das Deutsche Dan-Kollegium (DDK), welches ein Jahr vor dem Judobund als Vereinigung der Dan-Träger gegründet wurde. Das DDK wurde 1956 Mitglied im Deutschen Judo-Bund und war mit der Durchführung von Graduierungen und mit Lehraufgaben betraut. In dieser Eigenschaft war es vom Kodokan anerkannt und - bereits bei seiner Gründung - ausdrücklich mit dem Graduierungsrecht ausgestattet. Weblinks
Karatenach oben
Karate-Do
空手道 (etwa: der Weg der leeren Hand
), ursprünglich als Okinawa-Te
bezeichnet, ist eine Kampfkunst aus Japan zur waffenlosen Selbstverteidigung. Karate ausübende Personen werden als Karateka bezeichnet. Zum Erlangen eines höheren Schülergrades werden Prüfungen nach einem festen Programm und einer Wartezeit, je nach Kyu und Dan Graden verschieden, abgelegt. Diese werden heute als Ansporn und Bestätigung des Erreichten, ähnlich wie in unserem Schulsystem, verliehen. Es wird auf Haltung, Aufmerksamkeit, korrekte Ausführung der Technik, Kampfgeist und Konzentration und Willen geachtet. Der Gesamteindruck entscheidet. Der typische Karate-Anzug wird Gi genannt, ist weiß, bestehend aus Oberteil ( Uwagi
) und Hose ( Zubon
) und wird aus Baumwolle gefertigt. Dazu kommt noch der Gürtel ( Obi
). Weblinks
Kendonach obenKendo (剣道, jap. Kendō , koreanisch: Kumdo , deutsch: Weg des Schwertes ) ist eine abgewandelte, moderne Art des ursprünglichen japanischen Schwertkampfes (Kenjutsu = Kriegskunst des Schwertes), wie ihn die Samurai erlernten und lebten (Bushido [Bushi = Krieger, Do = Weg]). Kendo als Weg verfolgt nicht nur die Techniken und Taktiken des Schwertkampfes, sondern auch die geistige Ausbildung. Die Übenden sollen durch Kendo vor allem Charakterfestigkeit, Entschlossenheit und moralische Stärke erlangen. Während im damaligen Japan das Kenjutsu (die praktisch ausgerichtete Fertigkeit des Schwertkampfes) meist mit echten Waffen oder schweren Holzschwertern (木刀, Bokutō seltener auch 木剣, Bokken) geübt wurde, wird heute Kendo in der Regel mit Schutzanzügen (Bogu) und Übungsschwertern aus vier Bambus-Lamellen (竹刀, Shinai) geübt. Durch diese Veränderungen in der Ausrüstung wurde das Verletzungsrisiko erheblich verringert. Die Schutzausrüstung besteht aus einem Kopfschutz (面, Men ), dem Schutz für Hände und Vorderarme (小手, Kote ), einem Rumpfschutz (胴, Dō ) und dem Lendenschutz (垂, Tare ). Im Kendo-Wettkampf ist es das Ziel, mit dem Shinai eine der vier festgelegten Trefferzonen Kopf, Vorderarme, Rumpf oder Kehle zu treffen. Die traditionelle Bekleidung beim Kendo besteht aus der Hakama und dem Keiko-Gi. Der wohl berühmteste Schwertkämpfer ist der Autodidakt Miyamoto Musashi (1584-1645), dessen Stil Niten-ichi-ryū (二天一流, Zwei Himmel - Ein System ) auf das gleichzeitige Benutzen von zwei Schwertern zurückführt. Er schrieb sein Wissen um die Schwertkampfkunst im Gorin no Shō (五輪書, Buch der Fünf Ringe ) nieder. Dieses Buch gilt als der immer noch aktuelle Klassiker unter den Schwertkampfbüchern. Weblinks
Kickboxennach obenKickboxen ist ein Kampfsport. Grundlegend ist beim Kickboxen das Schlagen mit den Füßen und Händen erlaubt. Ellbogenschläge, Kopfstöße und Kniestöße sind verboten. Des weiteren ist es je nach Schule oder Verband unterschiedlich, ob gehalten werden darf, oder wohin geschlagen werden darf. Tiefschläge sind immer tabu, jedoch sind in manchen Verbänden Kicks auf die Oberschenkel (Lowkicks ) erlaubt. Unterschiedlich sind auch die Verwendung von Handdrehschlägen, Regeln bezüglich des Haltens und der Verwendung von Fußfegern. Allen Verbänden gemein ist das Verbot des Schlagens auf den Rücken, das Schlagen auf Gegner, die am Boden sind und das Werfen des Konkurrenten. Wettkampfarten Semikontakt
Leichtkontakt
Voll Kontakt
Kung Funach obenKung Fu (chin. 功夫, "geduldige Arbeit" oder "große Arbeit", siehe auch Chi Kung - "Arbeit mit dem Chi") ist eine Bezeichnung chinesischerKampfkunst. Es sind ca. 400 verschiedene Kung Fu -Stile bekannt, die sich in nordchinesische und südchinesische Stile einteilen lassen. Südchinesische Stile unterscheiden sich von den nordchinesischen u.a. durch niedrigeren, möglichst sicheren Stand und dem weitgehenden Verzicht auf Sprünge oder hohe Tritte. Kung Fu zählt zu den ältesten Kampfsportarten, es entstand vor über 2000 Jahren in China und wurde sowohl in den Klöstern als auch beim Militär und von Teilen der übrigen Bevölkerung praktiziert. Viele der berühmten Meister waren Mönche, Ärzte oder Lehrer. Ein chinesischer Nationalheld war z.B. der berühmte Arzt Wong Fej Hung, der zur Zeit der Boxeraufstände lebte und durch seine vermittelnde Haltung, seinen Gerechtigkeitssinn und seinen Einsatz für die arme Bevölkerung über seinen Tod hinaus berühmt wurde. Während Legenden wie Bruce Lee, Jackie Chan, Jet Li oder Michelle Yeoh auf jahrzehntelanges Kung-Fu-Training zurückblicken können (auch wenn sie zuvor z.T. mit einer Akrobatik- oder Tanzausbildung begonnen haben), müssen sich heute Schauspieler (wie z.B. Keanu Reeves oder Lawrence Fishburne für die Dreharbeiten zu Matrix) zuhauf einem Kampfsporttraining unterziehen, um einigermaßen imstande zu sein, die Actionszenen (Draht-, Stuntdouble- und computerunterstützt) durchzuführen. Neben dem Training der Selbstverteidigung spielten schon immer Gesundheitslehre, Fitness und die geistige Einstellung eine Rolle. So unterrichteten viele Lehrer in den Dörfern für ihren Lebensunterhalt und trugen sowohl zum Selbstschutz des Ortes und seiner Bewohner als auch zur Aktiverhaltung während der bewegungsarmen Wintermonate bei. Im Lauf der Jahrhunderte entwickelten sich verschiedene Stile, die nach Familienclans, Regionen oder Bewegungsformen unterschieden werden. Ziel des Kung-Fu-Trainings ist zunächst der Ausbau von Kraft, Ausdauer und Geschwindigkeit auf der Basis der menschlichen Bewegungsmöglichkeiten und der individuellen Anlagen. Das Erlernen längerer Angriffs- und Abwehr-Bewegungsabläufe ohne Gegner (daher die alte Bezeichnung Schattenboxen) schult durch die Geschwindigkeit und Wiederholungen die Reflexe; daneben ist es wichtig, die Übungen auch als Partnerübungen (mit Blick auf die Anwendung) auszuführen. Die für europäische Ohren teilweise blumig klingenden Namen der Übungen sind aus dem Alltag entlehnt ("Die schöne Frau schaut in den Spiegel") oder aus Beobachtungen im Tierreich abgeleitet ("Der weiße Kranich öffnet seine Schwingen"). Sie haben die Funktion, die teilweise komplexen Bewegungsabläufe nicht nur im Kleinhirn sondern auch verbal im Großhirn zu verankern. Wie bei anderen Sportarten oder beim Erlernen eines Instruments gilt für die (möglichst) tägliche Praxis: Die Übung macht den Meister. Nach dem Erlernen der Waffenlosen Techniken, Solo- und Partnerformen folgen meist Waffenformen (Stock, Säbel, Speer, ...) und schließlich als Abschluss (je nach Übungsaufwand nach ca. 3-4 Jahren) das Entwickeln einer eigenen, anwendbaren Form. Einige Stile sind: Shaolin (äußere Schule), Hung Gar (=Hung Kuen) (Shaolin Stil) Weblinks Ringennach obenRingen ist ein Kampfsport mit Ganzkörpereinsatz ohne Einsatz von weiteren Hilfsmitteln. Bei den Olympischen Spielen der Antike gehörte Ringen zu den Disziplinen des Fünfkampfs, war aber auch Einzeldisziplin. Seit Beginn der Olympischen Spiele der Neuzeit, seit 1896, gehört Ringen zum olympischen Programm. Seit den Olympischen Spiele 2004 ist Ringen auch olympische Disziplin für Frauen. Es werden zwei Stilarten unterschieden:
In der Antike wurden die Athleten beim Ringkampf nicht in verschiedene Gewichtsklassen eingeteilt. Derjenige, der den Gegner zuerst dreimal auf den Boden warf, war der Sieger. Dabei waren alle Griffe erlaubt bis auf den Bodenkampf. Die Regeln zielen darauf hin, seinen Gegner mit den erlernten Techniken aus dem Stand in die Bodenlage und mit beiden Schultern auf die Matte zu bringen. Die Kampfleitung und die Wertung der einzelnen Griffkombinationen übernimmt der Kampfrichter oder ein Kampfgericht bestehend aus 3 Wertungsrichtern. Wer am Ende der Kampfzeit die meisten Punkte gesammelt hat oder vorher seinen Konkurrenten auf beide Schultern gebracht hat, ist der Sieger. Weblinks Sumonach obenSumo auch Sumō 相 樸 , ist eine ursprünglich aus Japan kommende Form des Ringkampfs. Der Begriff geht zurück auf japanisch sumō zu sumafu (dt. sich wehren ). Die Anfänge dieses Zweikampfs gehen bis ins 7. Jahrhundert zurück. Ziel des Kampfes ist es, den Gegner aus einem sandbedeckten Kreis von 4,50 m Durchmesser zu drängen, oder so ihn aus dem Gleichgewicht zu bringen, dass er den Boden mit einem anderen Körperteil als den Fußsohlen berührt. Da dabei ein hohes Eigengewicht von Vorteil ist und es im Profi-Sumo keine Gewichtsklassen gibt, sind Sumokämpfer in der Regel sehr schwergewichtig (ab ca. 120 bis über 200 kg; der schwerste Sumokämpfer aller Zeiten, der Hawaiianer Konishiki, hatte bei einer Größe von 1,84 m ein Kampfgewicht von bis zu 288 kg!). Darum ist Sumokämpfer eine umgangssprachliche Metapher für Menschen mit besonderer Körperfülle. Jedoch müssen die Kämpfer dabei gleichzeitig durchaus auch sehr beweglich und muskulös sein; sie werden auch als Rikishi (wörtlich: Kraftmensch ) bezeichnet. In Japan wird die Sportart kommerziell und professionell betrieben, in speziellen Sumo-Schulen werden Knaben zu Sumokämpfern herangebildet. Die erfolgreichsten genießen hohes gesellschaftliches Ansehen. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hat Sumo auch außerhalb Japans Anhänger und Sporttreibende gefunden. Bei Weltmeisterschaften der (sogenannten) Amateure (d. h. ohne die in japanischen Sumo-Schulen ausgebildeten Profis) wird in Gewichtsklassen gekämpft, so dass das Körpergewicht eine untergeordnete Rolle spielt. Viele Kampftechniken des Sumo sind vom Judo abgeleitet. Besonders europäische Amateurkämpfer wechseln daher häufig vom Judo zum Sumo. Die oberste japanische Sumo-Liga ist die Makuuchi-Division. Sie ist in mehrere Kampfklassen unterteilt, nämlich (von unten nach oben): Maegashira, Komusubi, Sekiwake, Oseki und Yokozuna. Die Kämpfer im Maegashira-Rang sind nach Leistungsniveau durchnumeriert, außerdem wird in allen Rängen zwischen einer Ost- und Westgruppe unterschieden, wobei bei ranggleichen Kämpfern, der aus der Ostgruppe als höherwertig gilt. Je nach Abschneiden bei den regelmäßig stattfindenden Turnieren können die Kämpfer innerhalb der Ränge auf- und absteigen. Einzige Ausnahme sind die ranghöchsten Kämpfer: Yokozuna bleibt man auf Lebenszeit und scheidet nur durch Rücktritt aus dem aktiven Sumo aus. Weblinks
Taekwondonach obenTaekwondo (auch Tae-Kwon-Do oder Taekwon-Do , Hangul: 태권도; Hanja: 跆拳道) ist ein koreanischer Kampfsport und steht für die Kunst der Fäuste und Füße . Der Name setzt sich zusammen aus den koreanischen Worten Tae
= "Fuß" (für alle Fuß- und Beintechniken), Taekwondo als Sport unterteilt sich in die einzelnen Disziplinen:
Nach General Choi Hong Hi, dem Begründer des modernen Taekwondo, sind die fünf zu erreichenden Ziele des Taekwondo ("Grundsätze des Tae-Kwon-Do"):
Wie bei vielen Kampfsportarten lässt sich die Geschichte des Taekwondo in eine weit zurückreichende Abstammungslinie und eine moderne Neuordnung unterteilen. Der Ursprung liegt irgendwo vor dem 7. Jahrhundert nach Christus, die moderne, sportorientierte und regelbasierte Variante wurde ab 1945 entwickelt. Taekwondo wurde offiziell am 11. Juni 1955 begründet, als die meisten koreanischen Meister versuchten, ihre diversen Kampfkünste wie Taekyon, Soo Bak Do, Tang Soo Do etc. unter dem Namen Tae Soo Do zu vereinen. Obwohl nicht jeder Stil in die neue Organisation eintrat, wurde eine neue Dachorganisation mit der offiziellen Unterstützung der Regierung Koreas gegründet. Ihr Name wurde 1957 (Hinweis: andere Quellen sprechen vom 11. April 1955) von einer Arbeitsgruppe auf Vorschlag von General Choi Hong Hi, Träger des 9. Dans, in "Taekwon-Do" geändert. Die weltweite Verbreitung wurde durch den Koreakrieg (1950-1953) angestoßen, da dort viele UN-Soldaten insbesondere aus den USA mit der koreanischen Sportart in Kontakt kamen. Die koreanische Regierung beauftragte eine Gruppe von Großmeistern mit der Verbreitung in der Welt, so kam das Taekwondo als Sportart in den 1960er Jahren ua. auch nach Europa. Im Jahr 2000 wurde Taekwondo als Disziplin bei den Olympischen Spielen aufgenommen. Die zwei größten Verbände: ITF und WTFDie ITF hat ihren Sitz in Wien, nachdem ihr Gründer General Choi Hong Hi nach Kanada emigrierte und den Sitz der ITF zuerst nach Toronto und dann 1985 nach Wien verlegt hat. Die WTF hat ihren Sitz in Südkorea, der Gründer ist Kim Un-Yong. Sie wurde 1973 gegründet. WTF ist das olympische Taekwondo, d.h. man kann nur an den olympischen Spielen teilnehmen, wenn man dem WTF angehört. Die Graduierungs- beziehungsweise Gürtelsysteme der Kampfsportarten sind erst im 20. Jahrhundert entstanden. Aber auch schon in historischen Zeiten zeigten unterschiedliche Kleider- und Gürtelfarben verschiedene Ränge in der höfischen Hierarchie an (sowohl in Asien als auch in Europa). Zu Beginn des modernen Taekwondo gab es nur vier Gürtelfarben: weiß, blau, rot und schwarz, die Farben der Koreanischen Flagge. Diese wurden mittlerweile ergänzt durch gelb und grün. Der Wettkampf Poemsee vom Verbad WTF kann in Kurzform so beschrieben werden: Vollkontakt mit (weichem) Helm, Schutzweste, Tiefschutz, Unterarm- und Schienbeinschoner sowie je nach Altersklasse auch einen Spannschutz. Ein Zahnschutz ist optional, aber vielfach auf Turnieren vorgeschrieben. Im Vordergrund stehen Fußtechniken zum Körper und Kopf, Handtechniken zum Kopf sind nicht erlaubt, bei Handtechniken zum Körper ist es sehr unwahrscheinlich, dass der Ausführende einen Punkt dafür erhält. Tiefe Fußtechniken (auf die Beine) sind verboten. Weblinks
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