Sportreisen
Von den Auslandsurlauben der Europäer sind 5 bis 7 Prozent Sportreisen, Tendenz steigend. Im Alpenland Österreich sind es sogar 41 Prozent. Dabei sind vor allem traditionelle helle Sportarten hoch im Kurs. Die wichtigsten Reisemotive, die die Freizeitsportler beispielsweise nach Österreich locken, sind die Berge, das Wasser und die Sonne. Besonders beliebt sind im Sommer Wandern, Schwimmen, Rad fahren und Bergsteigen. So kommen nach eigenen Angaben allein 34 Prozent zum Wandern in die Bergwelt. Auch der Winter eignet sich für den Sporturlaub, und dann kommen über 60 Prozent der Wintergäste natürlich zum Skifahren.
Aber auch in anderen Ländern sind Sportreisen im Kommen. Eine wachsende Zahl von Sportarten, ihre immer stärkere Verbreitung, verbunden mit modischen Trends und kommerzieller Inszenierung, kennzeichnen die Entwicklung. Neben den bereits genannten oder auch anderen traditionellen Sportarten wie Segeln oder Tennis gibt es viele neue Formen: Mountain Biking, Surfen, Wildwasserfahren, Wasserski, Snowboard oder Sportaktivitäten wie Tieftauchen, Wilderness-Touren, Überlebenstraining, Free Climbing oder Trekking.
Wer geht auf Sportreisen?
Wer sich durch sportliche Aktivitäten im Urlaub neue Erlebniswelten erschließen kann und dabei noch nachhaltig etwas für die körperliche und seelische Gesundheit tut, macht erst richtig Urlaub. Denn was im Alltag kaum noch möglich ist, kann Sport im Urlaub bieten. Hier können Sie sich auf etwas Neues einlassen und Sportarten ausüben, die zuhause witterungsbedingt nicht möglich oder einfach umgebungsspezifisch sind.
Nichts hetzt sie außerdem zum nächsten Termin oder zur nächsten Verpflichtung, Sie können ihr Training und die anschließende Entspannung ohne jeden Druck genießen. So können Sie nicht nur Ihre Fitness verbessern, sondern sich erst richtig erholen, denn nicht der Müßiggang bringt die Erholung für den Körper sondern der Wechsel von angemessener Anstrengung und gezielter Entspannung.
Durch die ungestörten und vielfältigen Möglichkeiten für Bewegung und körperliche Herausforderung entdecken immer mehr Menschen Spaß an Sportreisen. Zu den Reisenden gehören die unterschiedlichsten Personenkreise:
- aktive Sportler, die zum Training oder zu Wettkämpfen anreisen, darunter Leistungs-, Breiten- und Wettkampfsportler
- Sport-Zuschauer, Fan- oder Sport-Event-Touristen
- Sport-Funktionäre und -Organisatoren, Sponsoren von Sportveranstaltungen
- Manager, Ärzte, andere Stress-Berufsgruppen
- Senioren, Kurgäste, andere Rekonvaleszenten
- reine Erholungsurlauber
Das Wandern: Nicht nur des Müllers Lust?
Mediziner fanden heraus, dass die langfristige Gesundheit am meisten von einem mäßig anstrengenden, aber regelmäßig ausgeübten Ausdauersport profitiert. So hat bereits ausdauerndes Gehen ähnlich wie langsamer Dauerlauf einen enorm positiven Einfluss auf den Fettstoffwechsel und das Immunsystem. Wenn zusätzlich einige pulsbeschleunigende Anstiege zu bewältigen sind, profitiert auch der Kreislauf davon.
Insgesamt braucht es zwar etwas länger, sich auf diese Weise fit zu machen, aber der Effekt hält auch länger an und ist nicht wie beim Leistungstraining durch Überforderungen und Verletzungen gefährdet. Daher gilt unter Sportmedizinern das Wandern heutzutage als optimaler Gesundheitssport. Nahezu nebenwirkungsfrei werden Herz, Kreislauf, Stoffwechsel und Atmung, Muskeln und Stützgerüst gestärkt, während das Risiko von Infarkt, Krebs und Diabetes um mehr als die Hälfte abnimmt. Nach Ausweis der Medizinstatistik spielt die dauerhaft verausgabte Bewegungsenergie hierbei eine maßgebliche Rolle. Wer regelmäßig etwa 2.000 Kalorien pro Woche für körperliche Bewegung verausgabt, ist deutlich weniger krank, wird im Notfall schneller wieder gesund und lebt nachweislich länger. Bei zuviel Sport schlägt der Effekt jedoch ins Gegenteil um. Wandern bietet genau die richtige Balance, nämlich einen relativ hohen Kalorienverbrauch bei individuell anpassbarer Dosierbarkeit.
Das Wandern schneidet auch was Ökonomie und Ökologie betrifft, ganz besonders gut ab. Außer ein paar guter Schuhe benötigt man für das Wandern keine besonderen Gerätschaften oder Ausrüstungsgegenstände, und selbst mit dem Wetter ist man flexibler, sofern die Kleidung stimmt. Und um dem Auge und dem Gemüt beim Wandern etwas zu bieten, eignen sich auch Urlaubsreisen in weniger touristisch erschlossene Gegenden. Das ist nicht nur günstiger für die Urlaubskasse, es nützt auch der örtlichen Gastronomie.
Quelle:
http://cms.austria-tourism.biz/article/articleview/1616/1/243/
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