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TanzenTanz (englisch: dance, italienisch: ballo) ist ein Sammelbegriff für jede Art spielerisch-rhythmischer Körperbewegung, die Musik- oder Geräuschbegleitung interpretiert, begleitet oder auch Teil davon ist. Oft stellen Tänzer eine Handlung dar, was im Ballett seine künstlerische Überhöhung findet. Des Weiteren beschreibt das Wort Tanz in der klassischen Musik auch Musikstücke, die explizit komponiert wurden, damit nach Ihnen getanzt werden kann, oder aber reine Vortragsstücke, die auf Tänzen aufgebaut sind wie z. B. die barocke Suite. Das Tanzen ist ein wichtiger Bestandteil vieler Religionen und Kulturen. Getanzt wird zum Beispiel, um die Götter anzubeten, Mächte zu beschwören (Regen- und Fruchtbarkeitstänze) oder als Teil von Initiationsriten. Ein modernes Überbleibsel dieser alten Fruchtbarkeitstänze ist vermutlich der Bauchtanz. Daneben gab es schon in der Antike Tänze zu geselligen Anlässen wie Hochzeiten. Bis heute wird Tanzen als ritualisierte Begegnungsform in der Gesellschaft gepflegt ("Bälle").
Es gibt sehr viele Erscheinungsformen des Tanzes. Neben der Unterscheidung nach Einzel-, Paar-, Ketten-, Reihen- und Formationstanz wird auch der Anlass oder Rahmen des Tanzens zur Unterscheidung verwendet: Volkstanz, Kreistanz, Gesellschaftstanz sowie der damit eng verwandten Tanzsport (siehe auch Tanzkreis), Ausdruckstanz, Bühnentanz, Ballett, Mode- und Partytänze. Gegenstand der Forschung ist der historische Tanz. Eine erotische Sonderform des Tanzes ist der Striptease. Im 16./17. Jahrhundert pflegte man u. a. den Schreittanz (z. B. die Pavane). Eine besondere Variante des Tanzes verbindet den Ausdruck durch Bewegungsabläufe mit dem Spielen eines Instruments: Im Steptanz werden mit Metallplatten versehene Schuhe zum Erzeugen von rhythmischen Tönen verwendet. Steptanz vereint so Percussion mit Jazz-Tanz. Nicht zu den Tänzen zu rechnen, ist das als Seiltanz bezeichnete Balancieren auf dem Seil, da dieses nicht im Rhythmus zu irgendeiner Musik erfolgt. Fast alle Tänze finden auf ebener Erde statt, obwohl es auch durchaus insbesondere auf Parties recht weit verbreitet ist, an exponierten Punkten zu tanzen. Eine ganz besonders extreme Form wird im Rahmen des amerikanischen Tanzprojekts Bandaloop realisiert. Standard- und Lateinamerikanische TänzeIn deutschen, österreichischen und Schweizer Tanzschulen werden vor allem aber nicht ausschließlich folgende Paartänze gelehrt: Standard: Langsamer Walzer (auch "Englischer Walzer" genannt), Wiener Walzer, Tango, Slowfox und Quickstep (der ähnlich dem Foxtrott ist, welcher aber nicht in Turnieren getanzt wird) Lateinamerikanisch: Rumba, Cha Cha Cha, Jive, Samba und Paso Doble Die fünf Standard- und die fünf Lateinamerikanischen Tänze werden in Zehntanzturnieren zusammengefasst. Wenn sechs bis acht Paare gleichzeitig tanzen spricht man vom Formation. Man unterscheidet zwischen Lateinformation und Standardformation. Tango Argentino und SalsaNeben den hier genannten Tänzen gibt es seit Beginn der 1980er Jahre eine stetig wachsende Szene sowohl um den Tango Argentino als auch um die Salsa. Nicht nur in Deutschland sondern in ganz Europa, Nordamerika und vor allem auch Japan sind in allen größeren Städten Szenetreffs und auf diese Tänze spezialisierte Tanzschulen zu finden. Diese Tanzszenen haben sich praktisch beinahe unabhängig von den etablierten Tanzschulen oder Tanzsportvereinen entwickelt und fühlen sich im Gegensatz zu diesen nicht der Tanz-als-Sport-Idee verpflichtet, sondern versuchen beide Tänze möglichst authentisch zu pflegen. Entgegen verbreiteter Meinung kann man beide Tänze daher eigentlich nicht zu den Mode- und Partytänzen rechnen. Weiterhin ist bemerkenswert, dass sich sowohl Salsa als auch Tango Argentino stetig weiterentwickeln, was für die Standard/Latein-Tänze kaum der Fall ist, denn letzte sind eben "standardisiert" oder "kanonisiert". Weblinks
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