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BronchitisAls Bronchitis wird die Entzündung der Bronchien bezeichnet. Aufgrund klinisch bedeutsamer Unterschiede erfolgt eine Einteilung in die Als akute Bronchitis wird eine neu entstandene Entzündung der größeren verzweigten Atemwege mit Husten, Schleimproduktion und Fieber sowie weiteren Allgemeinsymptomen bezeichnet. Als chronische Bronchitis steht die Entzündung der Atemwege in einer engen Beziehung zum Asthma bronchiale, weshalb sie oft als chronisch obstruktive Lungenerkrankung bezeichnet wird. Dabei wird täglich und für mindestens drei Monate Auswurf produziert (produktiver Husten). Sie ist durch anhaltende und nicht reversible entzündungsbedingte Veränderungen des Bronchialsystems charakterisiert. Akute BronchitisAls akute Bronchitis wird eine neu entstandene Entzündung der größeren verzweigten Atemwege - der Bronchien - mit Husten, Schleimproduktion und Fieber sowie weiteren Allgemeinsymptomen bezeichnet. Wenn - wie das häufig der Fall ist - auch die Luftröhre mit betroffen ist, spricht man von einer akuten Tracheobronchitis. Inhaltsverzeichnis1 Zusammenfassung 2 Epidemiologie 3 Symptome und Befunde 4 Diagnose 5 Differentialdiagnose 6 Therapie 6.1 Antibiotika 6.2 Hustenmittel 6.3 Bronchodilatoren 7 Prognose 8 Prophylaxe 9 Weblinks ZusammenfassungDie Diagnose einer akuten Bronchitis ist eine der meistgestellten Diagnosen in Allgemeinpraxen, obwohl bezüglich Definition und Pathophysiologie oft Unklarheiten bestehen. Sie ist in bis zu 95% die Folge einer viralen Infektion - die allerdings den Boden für eine bakterielle Superinfektion bereiten kann. Dennoch wird sie meist primär antibiotisch behandelt, obwohl es wenig gesicherte Hinweise für die Wirksamkeit von Antibiotika bei dieser Indikation gibt. EpidemiologieEin Grund für die häufige Diagnose ist die unreflektierte Zusammenfassung verschiedener Krankheitsbilder unter diesem Begriff. Da klare krankheitsspezifische Symptome ebenso wie richtungsweisende Laborparameter fehlen, wird oft jeder Husten bei Infekten der oberen Luftwege, allergischen Syndromen oder sogar eine Sinusitis als Bronchitis bezeichnet. Die tatsächliche akute Bronchitis ist meist viral bedingt. Das Erregerspektrum ist jenem bei banalen Erkältungen sehr ähnlich. Für den kleinen Teil der bakteriell verursachten Bronchitiden sind meist Mykoplasmen (Mycoplasma pneumoniae) und Chlamydien (Chlamydia pneumoniae) verantwortlich. In einer Studie konnte belegt werden, dass Patienten mit akuter Bronchitis eine auf das 6,5fach erhöhte Prävalenz von Asthma bronchiale in ihrer Vorgeschichte aufwiesen und ein 9-fach erhöhtes Risiko hatten, in der Folge die Diagnose eines Asthma bronchiale gestellt zu bekommen. Das ist ein Hinweis auf eine beiden Krankheitsbildern zugrundeliegende bronchiale Hyperreagibilität. Symptome und BefundeHusten und obstruktive Symptome wie der oft vorhandene Stridor werden durch die Entzündung der Bronchialschleimhaut mit dadurch bedingter Schwellung und Schleimproduktion verursacht. Die mittels Spirometrie beurteilte Lungenfunktion zeigt bei ca. 60% der Patienten ähnliche Werte wie bei einem milden Asthma bronchiale. Da sich dieses bei wiederkehrenden akuten Bronchitiden, die durch Chlamydien hervorgerufen wurden, möglicherweise entwickeln kann, sollten sich Patienten nach Abklingen der akuten Symptomatik einer Kontrolle unterziehen. DiagnoseDie körperliche Untersuchung kann wohl die Verlegung der Atemwege bestätigen, wichtiger ist jedoch die Anamnese: oft ist ein nächtlicher Husten das alleinige Symptom einer akuten Bronchitis. Routinemäßig durchgeführte Untersuchungen des Sputums bringen entweder keine Ergebnisse oder sind nicht kosteneffektiv. In den 25% der Fälle, die an einem länger als vier Wochen anhaltenden Husten leiden, sollte jedoch eine Keuchhustenserologie veranlasst werden. Differentialdiagnose
TherapieAntibioikaDer Patient, der schon einmal ein Antibiotikum bei einer banalen Infektion der Luftwege erhalten hat, wird aufgrund der ohnehin baldigen Besserung der Beschwerden bei einer nächsten ähnlichen Episode wieder ein Antibiotikum von seinem Arzt verlangen. Der Arzt selbst wird es im Zweifelsfall gerne verordnen, denn die Erwartungshaltung seitens der Patienten ist groß. Für die Wirksamkeit von Antibiotika bei der akuten Bronchitis gibt es jedoch wenig Anhaltspunkte. Sogar bei nachgewiesener Infektion mit Mykoplasmen (z.B. M. pneumoniae) gibt es wenig gesicherte Daten, die den Nutzen einer Antibiotikagabe belegen. Die Gabe des richtigen Antibiotikums zur richtigen Zeit erfordert hier wie bei vielen anderen Erkrankungen eine gewisse ärztliche Kunstfertigkeit. HustenmittelDie Gabe eines den Hustenreiz stillenden Mittels kann kontraproduktiv sein, da das produzierte Sputum selbstverständlich abgehustet werden sollte. Bei Klagen über eine gestörte Nachtruhe muss an eine Refluxösophagitis oder eine Herzinsuffizienz gedacht werden, die beide im Liegen deutlich vermehrt Symptome verursachen können. Ansonsten liegen kaum Daten über den sinnvollen Einsatz von den Hustenreiz stillenden oder das Abhusten erleichternden Mittel (Expektorantien) vor. BronchodilatorenDie Studien, die den Nutzen von das Bronchialsystem erweiternden Substanzen (Bronchodilatoren) belegten, waren alle klein. Eine etwas größere aber immer noch kleine Studie konnte keinen Nachweis für deren Wirksamkeit erbringen. PrognoseDie akute Bronchitis heilt meist auch ohne Behandlung nach mehreren Tagen oder manchmal Wochen ohne weitere Komplikationen ab. Die Symptome halten meist für nicht länger als 10 Tage an. In seltenen Fällen kann der Husten für mehrere Monate bestehen, wobei dann allerdings auch an einen Keuchhusten, ein Asthma bronchiale oder -cardiale, eine Tumorbildung oder eine chronische Pneumonie gedacht werden sollte. Prophylaxe
WeblinksChronische BronchitisChronische Bronchitis ist eine Form der Bronchitis die laut WHO definiert ist als "Husten und Auswurf an den meisten Tagen während mindestens drei Monaten in zwei aufeinanderfolgenden Jahren." Inhaltsverzeichnis1 Prävalenz 2 Ursachen 3 Entstehung 4 Pathologie 4.1 Chronisch-katarrhalische Bronchitis 4.2 Chronisch-schleimig-eitrige Bronchitis 4.3 Chronisch-atrophische Bronchitis 5 Folgen 6 Therapie PrävalenzDie chronische Bronchitis gehört zu den häufigsten Erkrankungen (15-25%). Daher ist sie auch aus gesundheitsökonomischer Sicht von großer Relevanz. Vor allem Männer (im Verhältnis 3:1) im vierten Lebensjahrzehnt sind betroffen. UrsachenAn erster Stelle steht das inhalative Tabakrauchen, aber auch Umweltfaktoren (Luftverschmutzung, feuchtes, neblig-kaltes Klima), Industrieabgase (z.B. Schwefeldioxid) und berufliche Exposition (Stäube, Reizgase, extreme Hitze) werden mit der chronischen Bronchitis in Verbindung gebracht. Häufige Infektionen der Atemwege können ebenfalls die mukoziliäre Selbstreinigung der Atemwege schädigen. EntstehungDas Rauchen z.B. hemmt den Zilienschlag des Bronchialepithels, der für den Abtransport des Bronchialsekretes Richtung Rachen verantwortlich ist. Nach jahrelangem Tabakkonsum degenerieren die Zilien und es beginnt eine Umwandlung (Metaplasie) zum Plattenepithel. Das Selbstreinigungssystem der Lunge wird gestört. Vor allem nachts sammelt sich muköser Schleim, der das typische morgendliche Abhusten des Rauchers bedingt, das jedoch oft nur einen Teil des produzierten Schleims beseitigen kann. PathologieChronisch-katarrhalische BronchitisEs kommt zur Hypertrophie der Schleimdrüsen und zur Entwicklung einer Becherzellhyperplasie. Der Schleim überfordert die ziliäre Clearance, als deren Folge es zu einer Keimbesiedlung kommt. Die Schleimhaut ist ödematös geschwollen, die Bronchialmuskulatur ist gelegentlich durch das häufige Husten verdickt. Chronisch-schleimig-eitrige BronchitisSie entsteht aus einer katarrhalischen Bronchitis durch bakterielle Besiedlung. Gekennzeichnet ist sie durch eine starke granulo- und lymphozytäre Infiltration der Bronchialwand. Die Wandverdickung führt zur Faltenbildung (daher auch das Synonym hypertrophische Bronchitis). Als Komplikation kann es zur Verlegung kleinerer Bronchialäste (Bronchioli) kommen. Chronisch-atrophische BronchitisDurch die chronische Entzündung wird die Schleimhaut der Bronchien zerstört. Dadurch verändern sich die darunter liegenden Schichten (die Mukosa wird dünner, die Submukosa fibrosiert, Muskeln und Knorpel verdünnen sich). Die Bronchuswände werden schlaff. Dadurch kann es bei forcierter Expiration zum Kollaps einzelner Bronchien kommen. Folgen
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