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LEXEVITA

Psychotherapie

Die Psychotherapie ist ein Behandlungsverfahren, das darauf abzielt Störungen im seelischen Bereich, Beeinträchtigugnen der sozialen Beziehungen, Verhaltensauffälligkeiten oder auch psychosomatische Erkrankungen zu heilen oder zumindest zu lindern. Um dies durch eine konstruktive Persönlichkeitsentwicklung für den Klienten zu erreichen ist eine vertrauensvolle therapeutische Beziehung nötig. Insgesamt ist dies ein länger andauernder Prozess, der durch verschiedene problemorientierte Ansätze, aber immer nur mit der Hilfe des Klienten angeschoben werden kann. Die Betreuung durch den Therapeuten muß über den gesamten Zeitraum gewährleistet sein, um so eine kontinuierliche Aufarbeitung zu ermöglichen. Als Therapieerfolg ist dann das Verschwinden oder zumindest der problemlose Umgang mit der ursprünglichen Symptomatik zu werten. Durch die erweiterte Erfahrung des Klienten kann es zu einer eigenen Änderung des Erlebens, Fühlens und Denkens kommen. Sie sollte sich dann in dem Gewinn eines höheren Wohlbefindens und einer besseren Lebensfreude sowie in gesteigerter Selbstachtung oder auch sozialer Kompetenz niederschlagen.

Die Therapie kann in Einzelgesprächen oder in einer Gruppentherapie stattfinden. Die Gruppentherapie findet unter einem nicht autoritär leitenden Therapeuten statt, der die freie und spontane Aussprache der Probleme moderiert. Dabei sollen die Probleme in Worte gefasst und so erkannt werden. Dies macht den Weg für eine Verhaltensändereung frei. Auch hier sollte der Klient bei der Auswahl der Methode der Erfahrung des Therapeuten vertrauen. Dies gilt natürlich auch für die gesamte Behandlung sowie für die darin eingesetzten Methoden und Ansätze. So werden neben suggestiven Verfahren, wie autogenem Training oder Hypnose, auch die Gesprächs- oder Gestalttherapie angewandt, die beide mehr auf eine Entfaltung der Persönlichkeit ausgelegt sind. Zu den allgemein bekanntesten Methoden zählen aber die Psychoanalyse, die Tiefenpsychologie und die Verhaltenstherapie. Im folgenden soll kurz auf diese Methoden eingegangen werden.

Psychoanalyse

Die von Freud entwickelte Theorie und Methode der Psychoanalyse zielt auf die Aufdeckung unbewusster psychischer Prozesse und verdrängter Inhalte mithilfe freier Assoziation und psychoanalyter Deutung von Wünschen, Träumen u.ä.. So können Themen oder Worte, die der Patient zu umgehen versucht, ein wichtiger Hinweis für den Therapeuten auf verdrängte Konflikte sein, die er im Rahmen der Behandlung psychischer Störungen ans Licht holen will. Mit Hilfe von der Wiederholung kindlicher Gefühle (Übertragung) und dem Einfluss des Klienten auf die unbewußten Reaktionen des Therapeuten (Gegenübertragung) gelingt eine emotionale Aufarbeitung der psychischen Konflikte, denn dem Klienten werden so die Grundzüge seines Widerstandes bewußt gemacht und er kann aktiv darauf zugreifen und sie zum positiven verändern. Die Psychoanalyse zielt insgesamt auf die Behandlung und teilweise Änderung der gesamten Persönlichkeit. Sie findet oft im Liegen statt und ist eine langwierige über mehrere Jahre andauernde Theapie mit mehreren Behandlungsterminen pro Woche, die nicht immer zu einem Erfolg führt. Dies hängt jeweils vom Alter und der Erfahrung sowohl des Klienten als auch des Therapeuten ab und erfordert in jedem Fall die Einsicht und das Einlassen des Klienten in die Therapie.

Tiefenpsychologie

Die  Tiefenpsychologie ist eher ein Sammelbegriff für alle psychologischen Methoden und Ansätze, bei denen zum Verständnis der Seele die Ergründung des Unbewussten liegt. Im Unbewussten liegen demnach die Manifestationen für das Fühlen und Erleben sowie das Handeln und Verhalten des Einzelnen. Störungen des Verhaltens, Fehlleistungen und Erkrankungen werden durch die unbewussten verdrängten Erlebnisse und Bedürfnisse sowie sublimierten Triebe hervorgerufen und können durch deren Erkennen und Interpretation zur Heilung herangezogen werden. Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie dauert meist zwischen 6 Monaten und 2 Jahren mit einer Sitzung pro Woche. Das Ziel ist die Bearbeitung umschriebener Konflikte wie z. B. bei einer Depression die Thematik Abgrenzung und Durchsetzung eigener Bedürfnisse im Vordergrund steht.

Verhaltenstherapie

Grundsätzlich gehen die Methoden und Ansätze der verschiedenen Formen der Verhaltenstherapie davon aus, dass psychische Störungen erlernte Fehleinstellungen sind, die durch eine Änderung des Verhaltens aufgehoben werden können. Die Verhaltenstherapie gehört somit zur Gruppe lerntheoretischen Formen der Psychotherapie. Deswegen steht bei dieser Art der Therapie auch im Vordergrund, das nach der Einsicht des Klienten in seine Probleme nach Lösungsmöglichkeiten gesucht wird, um ihm Methoden des Umgangs aufzuzeigen, mit denen er zukünftig besser zurecht kommen kann. Im Gegensatz z.B. zur Tiefenpsychologie geht es bei der Verhaltenstherapie nicht grundsätzlich darum warum ein Problem vorhanden ist, sonder wie man damit am besten umgehen kann. Der Therapeut dient hier zur Anleitung bei einer Hilfe zur Selbsthilfe. Anwendung kann die Verhaltenstherapie in einem weiten Spektrum finden so z.B. bei Depressionen, Stottern, Suchterscheinungen und Angstkrankheiten.

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