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LEXEVITA

Schizophrenie

Die Schizophrenie muß man sicherlich zu den schwersten Psychosen zählen. Das liegt nicht nur in der relativ hohen Selbstmordrate der Betroffenen begründet, sondern auch in der Lebensqualität der schizophren erkrankten Menschen. Denn während etwa ein Drittel der Erkrankten nach wenigen Krankheitsphasen zu einer vollständigen Heilung gelangen, sind zwei Drittel von lebenslanger Beeinträchtigung betroffen. Dabei nimmt der eine Teil einen äußert ungünstigen Verlauf mit schwerer chronischer Behinderung und der andere Teil hat immer wiederkehrende Episoden mit ungünstigen Zwischenphasen.

Die Genese der Krankheit scheint multifaktoriell zu sein. Man zählt genetische Prädispositionen ebenso dazu wie Einbrüche in der sozialen Umwelt und Ereignisse mit einem hohen Stressgehalt. Weiterhin vermutet man eine Störung in den Gehirnfunktionen durch die Beeinträchtigung der Botenstoffe zwischen den Nervenzellen in unterschiedlichen Hirnregionen. Der Beginn der Krankheit kann schleichend verlaufen mit einer allmählichen Veränderung der Persönlichkeit oder akut mit ausgeprägten Anfällen. Das Alter der Betroffenen liegt dabei zwischen etwa 15 und 30 Jahren wobei Frauen meist etwas später im Leben erkranken.

Insgesamt kann bei der Schizophrenie die Grenze zwischen dem Selbst und der äußeren Welt aufgehoben sein, so dass Gefühle und Gedanken von außen gesteuert erscheinen. Nebensächliches wird übermäßig stark wahrgenommen und Zufälligkeiten bekommen eine oft bedrohliche oder besondere Bedeutung. Die eigenen Gedanken können als Stimmern gehört werden, während das Denken auf den Betrachter, durch den Verlust des Denkzieles, unlogisch und zusammenhanglos erscheint. Dazu kommt eine unangemessene oder reduzierte Mimik sowei verflachten oder übermäßigen Gefühläußerungen.

Man unterscheidet verschiedene Arten der Schizophrenie je nachdem welche Störungen vorherrschen. Die katatonische Schizophrenie zeichnet sich durch Störungen der Willkürbewegungen aus, bei der hebephrenen Schizophrenie sind die affektiven Veränderungen am deutlichsten während die paranoid-halluzinatorische Form durch Wahnvorstellungen,die durch inhaltliche Denkstörungen hervorgerufen werden, ausgezeichnet ist.

Zur Linderung der Symptome werden Neuroleptika eingesetzt, die Erregungsfähigkeit herabsetzen und die Konzentration erhöhen. Eine begleitende Psychotherapie kann für die Bewältigung des Alltages durchaus nützlich sein. Durch eine gut eingestellte medikamentöse Behandlung können die Betroffenen durchaus in Wohngemeinschaften oder betreuten Tageszentren leben und z.T. beruflichen Dingen nachgehen. Wichtig ist insgesamt eine Ausgewogenheit im Tagesablauf und eine übersichtliche Umgebung.

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