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LEXEVITA

Anti-Aging


Anti-Aging ist ein Fremdwort aus dem Englischen. Es bedeutet wörtlich übersetzt: Gegen das Altern. Mit diesem Programm versucht man, den Alterungsprozess des Menschen zu verzögern. Anti-Aging ist in den letzten Jahren zu einem Modewort der Gesundheitsindustrie geworden, denn realistisch betrachtet schützt auch die gesündeste Lebensweise nicht vor Alter, Krankheit und Tod.

Das biologische Alter

Das tatsächliche Alter eines Menschen wird durch den zunehmenden Verlust der körperlichen und geistigen Funktionen bestimmt. Diese Prozesse, welche sich im äußeren Erscheinungsbild aber auch im innerlichen Organzerfall dokumentieren, laufen für jeden Menschen unterschiedlich schnell ab. So entspricht das biologische Alter in den wenigsten Fällen dem tatsächlichen Alter.

Folgende Kriterien lassen auf das tatsächliche biologische Alter eines Menschen schließen:

1. Funktionsfähigkeit der inneren Organe
2. Funktionsfähigkeit der Sinnesorgane
3. Beschaffenheit der Haut und ihrer Anhangsgebilde
4. Verhältnis von Muskelmasse zu Körperfett
5. Festigkeit des Skelettsystems
6. Mentale und geistige Frische

Je niedriger das biologische Alter im Vergleich zum tatsächlichen Alter ist, desto höher ist die jeweilige Lebenserwartung. Dies ändert jedoch nichts daran, dass das biologische Höchstalter mit 110 – 125 Jahren begrenzt ist. Eine höhere Lebenserwartung ist auch mit Hilfe einer konsequent durchgeführten Anti-Aging-Medizin nicht zu erreichen.

Warum altern wir überhaupt?

Über den eigentlich Alterungsprozess des Menschen sind bisher nur wenige Zusammenhänge bekannt. Seit Beginn der 60er Jahre erst wissen wir, dass in unseren Körperzellen unsere Zeit abläuft. Die sogenannte Hayflick-Uhr, deren molekularbiologische Funktion erst wenige Jahre bekannt ist, misst die Zahl der Zellteilungen, deren Höchstzahl, je nach Zellart, unterschiedlich ist. Bei jeder Zellteilung werden die Endstücke der Chromosomen, die Telomere, etwas verkürzt. Ab einer bestimmten Kürze wird ein Art Stoppsignal abgegeben. Wissenschaftler gehen davon aus, wenn es gelingen könnte, dieses Stoppsignal zu manipulieren, wäre auch das eingebaute Todesprogramm des Menschen zu stoppen.
Der Alterungsprozess setzt bereits mit der Entstehung des Embryos im Mutterleib ein. Er ist somit für jedes Lebewesen unausweichlich. Für den Alterungsprozess wurden bisher folgende Ursachen herausgefunden:

1. Eine vorzeitige Abnutzung der Organe durch schädigende äußere Einflüsse (Stress, falsche Ernährung, Krankheiten etc). Das Reparatursystem des Körpers kommt nicht mehr rechtzeitig nach und die Organe zeigen Funktionseinschränkungen.

2. Eine vermehrte Entstehung von freien Radikalen. Unter freien Radikalen versteht man aggressive Sauerstoffverbindungen, welche Eiweißmoleküle, Zellstrukturen einschließlich des Zellkerns und auch die DNA schädigen. Es sind schädliche Zwischenprodukte des Sauerstoffwechsels, deren Übermaß das Entstehen von Krankheiten (Arteriosklerose, Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs, chronische Entzündungen, rheumatische Erkrankungen und auch neurologische Erkrankungen) begünstigt. Freie Radikale beschleunigen jedoch ebenfalls den Alterungsprozess, in dem sie mechanisch die Zellstrukturen angreifen. Freie Radikale entstehen bei einem erhöhten Stoffwechselumsatz, wie er z.B. durch Streß oder Extremsport hervorgerufen wird oder auch durch erhöhte Kalorienzufuhr, vor allem durch fettreiche Nahrung.

3. Der Schutz der Chromosomen bei einer Zellteilung erfolgt durch Telomere. Diese Telomere verbrauchen sich mit der Zeit, so dass sich Zellen dann nicht mehr teilen bzw. funktionsuntüchtig werden. Das Enzym Telomerase ist verantwortlich für die Geschwindigkeit des Ersatzes von Telomeren und verleiht somit der Zelle ein längeres Leben. Ein Mangel an Telomerase führt zu vorzeitigem Altern.

Anti-Aging-Medizin

Die etablierte klassische Medizin behandelt vorwiegend Erkrankungen, die entweder akut entstanden sind oder nach schleichender Entwicklung ganz plötzlich mit zunehmenden Lebensalter auftreten und Beschwerden verursachen. Die Anti-Aging-Medizin wird ergänzt durch medizinisch begründete Maßnahmen, die zur Gesunderhaltung beitragen und frühzeitig das Entstehen der alterstypischen Erkrankungen verhindern oder zumindest abschwächen sollen. Im Idealfall handelt es sich beim Anti-Aging um eine Präventivmedizin, es hilft aber auch da, wo die Alterungsprozesse schon fortgeschritten sind. Reine Vorbeugemaßnahmen gehören meist noch nicht zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen, jedoch die medizinische Behandlungen von Krankheiten.

Einige Maßnahmen gegen das Altern und einen vorzeitigen Tod

  - Nichtrauchen
 - Das Idealgewicht halten
 - Risikoreiche Tätigkeiten meiden
 - Acetylsalicylsäure
 - Vegetarische Kost

Eindeutige Altersbeschleuniger

  - Rauchen
 - Fettsucht
 - Alkoholismus
 - Drogensucht

Rein wissenschaftlich gesehen gibt es übrigens bereits eine Anti-Aging-Methode, die zumindest in Tierversuchen geradezu verblüffend erfolgreich ist: die so genannte kalorische Reduktion oder anders ausgedrückt: FDH - friss die Hälfte. US-Forscher konnten schon vor Jahren zeigen, dass Ratten, die mit strenger Diät leben, ein fast doppelt so hohes Alter erreichen wie Ratten, die sich immer satt essen können.

Der Anti-Aging-Plan

Das Vorhaben, mit Hilfe einer Anti-Aging Strategie das biologische Alter herabzusetzen, den Körper fitter und schöner zu erhalten, die Häufigkeit von Krankheiten zu reduzieren und somit die Lebensfreude auch in der zweiten Lebenshälfte zu bewahren, erfordert zunächst eine gründliche Analyse der Ausgangssituation. Dazu gehören

 - ein möglichst vollständiger präventiv-medizinischer internistischer Check-up
 - eine umfassende Laboruntersuchung im Rahmen der Anti-Aging Medizin: Hormone, Vitamine, Spurenelemente, Fette und Aktivität der Oxidantien
 - die Messung der Knochendichte
 - die Ermittlung des tatsächlichen biologischen Alters mit Hilfe von Fragebögen oder computergesteuerter Analyse (Age Scan)
 - die Bewertung des Zustands der Körperzellen und Blutgefäße
 - ein Check des Gedächtnisses
 - die Prüfung der Elastizität der Lungen
 - die Prüfung der Potenz
 - die Bewertung des optischen Alterw
 - die Prüfung der Hautelastizität
 - die Prüfung der Beweglichkeit
 - die Prüfung der Koordinations- und Reaktionsfähigkeit
 - die Prüfung des Seh- und Hörvermögen

Ein gesunder Lebensstil ist der beste, einfachste und gleichzeitige billigste Anti-Aging-Plan. Durch Ausdauersport und zusätzliche Stärkung der Muskelkraft bleibt die körperliche Leistungsfähigkeit auch im Alter erhalten. Osteoporose wird vorgebeugt und das Herz- und Kreislaufsystem gestärkt. Die Infektionsanfälligkeit wird gesenkt und der Hormonhaushalt stimuliert. Unbedingt im Vordergrund stehen sollte auch die Behandlung eventueller Erkrankungen, die beim Gesundheits-Check festgestellt wurden. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf, geringer Alkoholkonsum, geringe UV-Bestrahlung der Haut, das Nichtrauchen, die Vermeidung von negativem Stress und geistige Flexibilität durch "Gehirnjogging" tun ihr übriges, uns fit zu halten.

Hormonersatztherapie

Mit zunehmenden Alter produziert der Körper immer weniger Hormone wie zum Beispiel Wachstumshormone, DHEA Geschlechtshormone (Östrogen, Testosteron) oder Melatonin. Eine Reihe von Medizinern sehen darin den Grund für Alterserscheinungen und Krankheiten. Aus diesem Grund werden von vielen Anti-Aging-Ärzten Hormone verschrieben. Diese Hormonsubstitution ist aber nicht unumstritten. Die Gegner dieser Maßnahme befürchten ein erhöhtes Krebsrisiko und verweisen auf noch fehlende langfristige Studien. Mögliche Nebenwirkungen sind dadurch nur schwer abzuschätzen. Darüber hinaus wird die Verzögerung oder Umkehr des Alterungsprozess bezweifelt.

Quellen:

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