JOURNAL
LEXEVITA

Wellness, Schönheit

„Wellness“ setzt sich aus den englischen Wörtern "well-being" (Wohlergehen) und "fitness" (Tauglichkeit) zusammen. Wellness bedeutet also mehr als nur Wohlbefinden und es handelt sich dabei um eine Wortschöpfung, die von findigen Werbestrategen erdacht wurde.

Über das mit Wellness beschriebene Ziel hatte allerdings bereits Ende der 50er Jahre der amerikanische Arzt H. L. Dunn nachgedacht. Er betrachtete den Menschen als Ganzes und beschrieb das Zusammenspiel von Seele, Geist und Körper im Einklang mit der Umgebung, um Zufriedenheit zu erreichen. Seine Thesen wurden von vielen Fachleuten weiterentwickelt.

Ende der 70er Jahren - als erstmals die Kosten im amerikanischen Gesundheitswesen explodierten - entwickelten die Wellness-Pioniere Donald B. Ardell und John Travis im Auftrag der amerikanischen Regierung neue ganzheitliche Gesundheitsmodelle, die auf Prävention und Eigenverantwortung des Menschen für seine Gesundheit aufbauten. Nach dem Verständnis Ardells beschreibt Wellness einen speziellen Zustand von Wohlbefinden und Zufriedenheit der nur in Selbstverantwortung, durch Ernährungsbewusstsein, körperliche Fitness, Stressmanagement und Umweltsensibilität erreicht werden kann.

Gemeint ist also grundsätzlich das sich Kümmern um das eigene körperliche und seelische Wohlbefinden. Viele Hotels, Badeanstalten oder Kureinrichtungen bieten unter diesem Begriff Massagen und besondere Bäder an.  Wellness, richtig verstanden, geht jedoch weit über solche meist kurzfristigen Maßnahmen hinaus, ist
also viel mehr als eine beruhigende Streichelmassage, ein gelegentlicher Saunagang oder ab und zu ein Besuch einer ausgedehnten Thermenlandschaft.
Dr. Siegfried Malich von der europäischen Wellness Union spricht von einem „aktiven Prozess von Bewusstseinsentwicklung und Lebensstilveränderung, der zu einem höheren Niveau von Gesundheit und individuellem Wohlbefinden führt ". Auch Lutz Hertel, Vorsitzender des Deutschen Wellness- Verbandes e.V. nennt Wellness „einen aktiven Prozess von guter Gesundheit und Wohlbefinden “, oder einfacher „gesund leben und sich wohlfühlen “. Wichtig in den Aussagen dieser beiden Fachleute sind vor allem die Wörter „aktiver“, das bedeutet, man muss selbst etwas tun, und „Prozess“, was heißt, ein dauerhafter Erfolg stellt sich nicht sofort ein, sondern ist das Ergebnis eines längeren Weges.

Wellness ruht auf vier Säulen

1. Die bewusste Ernährung: Vor allem geht es hier um den bewussten und klugen Umgang mit Lebensmitteln. Hierzu finden Sie in unserem Bereich "Ernährung" viele nützliche Tipps.

2. Die bewusste Bewegung: Regelmäßige, angepasste Bewegungsprogramme stehen hier im Vordergrund. In unserem Bereich Fitness & Sport finden Sie umfassende Informationen dazu. Mit unserem Online-Coach haben Sie die Möglichkeit, ein nach Ihren Wünschen zusammengestelltes Training durchzuführen.

3. Der mentale Bereich: Entspannungs- und Stressmanagement-Methoden, wie z.B. autogenes Training, Yoga, Tai-Chi, aber auch passive Elemente wie Sauna, Massage, Wassertreten, Barfußlaufen usw.

4. Das Verhältnis zur Natur und Genussmitteln: Der sorgfältige Umgang mit Natur und ihren Produkten, ebenso wie die Auseinandersetzung mit legalen und illegalen Drogen.

Was ist Schönheit?

Über Jahrhunderte hinweg hat vor allem die bildende Kunst den Versuch unternommen, Schönheit zu definieren, einzufangen und zu erhalten. Auch die Dichter setzten sich mit der Schönheit und deren Vergänglichkeit auseinander. Nicht zuletzt tat dies William Shakespeare in seinen Sonetten, wo er in humorvoller Weise einen ganz persönlichen Schönheitsbegriff in Opposition zur allgemeinen Ansicht stellte. In früherer Zeit dagegen galt Schönheit als feste Größe, weil man in ihr die perfekte Vereinigung der schöpferischen, also göttlichen Prinzipien unseres Universums, nämlich Liebe und Weisheit, sah.

Die in der Menschheitsgeschichte sich ständig verändernden vielen Meinungen über das Thema geben also ebenso viele Antworten auf die Frage, was Schönheit eigentlich ist. Das macht Schönheit zu einem schwer zu definierenden, abstrakten Begriff. Und so erläutert uns der Volksmund, dass Schönheit eben im Auge des Betrachters liege, dass also beurteilt, was schön ist, wer etwas als schön empfindet.

Liegt also nur das Ermessenprinzip zu Grunde? Oder sind uns heute wissenschaftliche Kriterien für Schönheit bekannt? Mit diesem wertenden und abstrakten Begriff, der stark mit allen Aspekten menschlichen Daseins verbunden ist, beschäftigt sich vor allem die philosophische Disziplin der Ästhetik. Die Wertmaßstäbe für Schönheit sind durch gesellschaftliche Konventionen geprägt und damit auch Untersuchungsgegenstand von Natur- und Geisteswissenschaften.

Um zu nachweisbaren Kriterien zu gelangen, ist vor allem die empirische Forschung bemüht worden, die zwar nach langen Testreihen mit klaren Daten aufwarten kann, was gemeinhin als schön empfunden wird, aber immer die Einschränkung machen muss, dass alle Ergebnisse von den Testbedingungen und um so mehr vom untersuchten Zeitrahmen abhängig sind.


Quellen: http://www.wikipedia.de, http://www.golonglife.de, http://www.stern.de, http://www.aok.de

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